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Diskussion zum Thema "Gute Schule 2020" in Chemnitz

Diskussions zum Thema "Gute Schule 2020" in Chemnitz. Foto: GFSN

Am 26. April 2016 war Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, mit der Veranstaltung "Gute Schule 2020" in Chemnitz zu Gast und diskutierte mit 15 Gästen über Anforderungen und Erwartungen an ein neues sächsisches Schulgesetz. Neben Petra Zais hatten Leon Köhler, Vorstandsmitglied des Landesschülerrates, und Meike Roden, schulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat Chemnitz, im Podium Platz genommen. Unter den Teilnehmenden der Diskussion waren Vertreterinnen und Vertreter der Schülerschaft, der Lehrkräfte, der Eltern und des Schulträgers.
 
Inhaltlich ging es vor allem um die Ressourcenausstattung der Schulen. Dabei wurde nicht nur der eklatante Mangel an Lehrkräften beklagt, sondern auch die unzureichenden Aufwendungen etwa für die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Handicap. Vor diesem Hintergrund, so die Befürchtung vieler, sei eine Ausweitung der Eigenverantwortung der Schulen eher ein Abwälzen von Verantwortung.

Konsens bestand beim Thema Schulversuche: Sie seien wichtig für die Schulentwicklung, hieß es, hier solle es mehr Freiräume und mehr Vielfalt geben für neue Konzepte oder Unterrichtsmethoden. Das Initiativrecht für Schulversuche allein beim Kultusministerium anzusiedeln, stieß auf Kritik. Das Schulsystem insgesamt wurde von mehreren Teilnehmenden als hochselektiv und rückschrittlich beschrieben. Sie vermissten einen ernsthaften Reformwillen der Kultusverwaltung. Vieles, was an den Schulen heiß diskutiert wird, hätte im bisherigen Beteiligungsprozess zum Schulgesetz schlichtweg kein Gehör gefunden.

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