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Diskussion zum Thema "Gute Schule 2020" in Zwickau

Die inzwischen dritte Gesprächsrunde unter der Überschrift "Gute Schule 2020" führte Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, am 14. Juni 2016 ins GRÜNE Bürgerbüro Zwickau. Etwa 15 Gäste diskutierten dabei Anforderungen und Erwartungen an ein neues sächsisches Schulgesetz. Im Podium hatte neben Petra Zais Leon Köhler, Vorstandsmitglied des LandesSchülerRates Sachsen, Platz genommen. Moderiert wurde der Abend von Lars Dörner, GRÜNER Stadt- und Kreisrat in Zwickau.

Nach einem einführenden Vortrag von Petra Zais zu Zeitplan und Inhalten des Schulgesetz-Entwurfs, nahm Leon Köhler für den LandesSchülerRat Stellung. Er kritisierte, dass es im 2. Entwurf, der nun dem Landtag vorliege, keine substantiellen Änderungen gegenüber dem ersten Entwurf gegeben habe, trotz groß angelegtem Beteiligungsprozess.

Die anschließende Diskussion wurde insbesondere von drei Themen bestimmt. Zunächst ging es um die Rolle der einzelnen Schule in einem Gemeinwesen. Sie müsse, so der Tenor, eher als soziokulturelles Zentrum mit vielen Aufgaben und nicht allein als "Lernfabrik" verstanden werden. Zweitens beschäftigte viele die aktuelle Situation an den sächsischen Schulen, die stark unter dem akuten Lehrermangel leide. Auch wenn das Thema nicht im Schulgesetz zu regeln sei, gehörten Nachwuchsgewinnung und Arbeitsbedingungen von Lehrkräften ganz oben auf die bildungspolitische Agenda. Drittens wurde es grundsätzlich: Wie könne es gelingen, Schule wirklich neu zu denken? Wie müsste sie aussehen, die Schule der Zukunft? Einig zeigte man sich darin, dass das Lernen nicht auf die Vermittlung kognitiver Kompetenzen begrenzt werden dürfe. Insgesamt müsse sich Bildung und Bildungspolitik stärker an den Kindern und Jugendlichen orientieren und deren natürliche Freude am Lernen erhalten.

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