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Ernährung ist eine Frage der Haltung - Ost-Fraktionschefs fordern tier- und umweltgerechte Nutztierhaltung

Immer neue Tierfabriken bringen Gestank, gülleertränkte Äcker und Nitrat im Grundwasser. Den wenigen neuen Arbeitsplätzen steht der Verlust von Arbeitsplätzen des bäuerlichen Mittelstandes gegenüber. Die bäuerlichen Betriebe, die an örtliche Verarbeiter liefern und damit regionale Kreisläufe erhalten, werden zerstört. Durch den starken Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung entstehen zunehmend antibiotikaresistente Keime mit gravierenden Auswirkungen für die menschliche Gesundheit. Damit muss endlich Schluss sein!

Darin waren sich die Fraktionschefs der GRÜNEN-Landtagsfraktionen Ostdeutschlands und der Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin einig. In einem gemeinsamen Positionspapier formulierten die GRÜNEN daher konkrete Forderungen:

  • artgerechte Haltungsbedingungen rechtlich verbindlich verankern (z.B. Bestandsobergrenzen, Einstreuhaltung statt Vollspalten, Auslaufgebot, Weidegebot für Rauhfutterverwerter während der Vegetationsperiode, ausreichend organisches Beschäftigungsmaterial u.a.)
  • Verbot körperlicher Eingriffe an Nutztieren (z.B. Ringelschwanzkürzung, Zahnschleifen, Hornentfernung)
  • strengere Regelungen zur Reduktion von Bioaerosolen, Stäuben und Geruchsemissionen aus Tierhaltungsanlagen
  • Einführung von Verbandsklage- und Beteiligungsrechten für Tierschutzvereine
  • Beschränkung und strengere Kontrolle des Antibotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung.

Auf dem diesjährigen Ostfraktionstreffen stellte die sächsische GRÜNE-Landtagsfraktion ihre seit Juni 2013 laufende Kampagne "Massentierhaltung ist uns NICHT WURSCHT!" vor. Rosalie - das Fraktionsschwein der sächsischen GRÜNEN - war mit nach Schwerin gereist und posierte vor dem Schloss.

» Mehr Informationen zur sächsischen Kampagne unter: www.massentierhaltung-sachsen.de

» Positionspapier der ostdeutschen und Berliner GRÜNEN-Fraktionen zur Massentierhaltung

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