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Michael Weichert empört über Planungen zu einem Truppenübungsplatz mitten im Naturpark Dübener Heide

Die Bundeswehr betreibt aktiv die Reaktivierung des Tieglitzer Forst als Übungsgelände. Die Pläne waren bekannt geworden, weil die Bundeswehr landwirtschaftliche Flächen zurückforderte und langjährige Pachtverträge nicht verlängert wurden. Ohne Vorankündigung und Information der Behörden wurden Wege gesperrt. 

Michael J. Weichert, stellvertretender Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, forderte jetzt, den heimlichen Planungen ein Ende zu bereiten und die konkreten Vorhaben öffentlich zu diskutieren.

Aus Sicht von Weichert gibt es kaum einen Ort, der weniger für einen Truppenübungsplatz geeignet wäre als die Dübener Heide. Ein Truppenübungsplatz gehört nicht in einen Naturpark. Negative Auswirkungen auf Natur und Tourismus sind unausweichlich. Weichert verwies darauf, dass außer dem Naturpark mit der Presseler Heide ein Großschutzprojekt und mit dem Buchenwaldgebiet Kossa ein nach europäischem Recht ausgewiesenes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) betroffen sind. Das FFH-Gebiet wurde insbesondere ausgewiesen, weil es "störungsarm" sei. Wie sich der Truppenübungsplatz mit dem Status von Bad Düben als Kurstadt vertrage, sei ihm rätselhaft, so der Abgeordnete. 

Der stellvetretende Fraktionsvorsitzende gab bekannt, dass die Fraktion zum Thema Truppenübungsplatz zwei Kleine Anfragen im Landtag gestellt hat.

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