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Milchpreise: Im freien Fall

Es gibt keine schnelle und vor allem nicht die eine Lösung für die Probleme der Landwirte.
Noch mehr Subventionen - wie in verschiedener Form von diversen CDU-Landwirtschaftsministern jetzt wieder gefordert - gehen die Ursachen der Notlagen nicht an. Sie verschärfen lediglich Abhängigkeiten.
Entscheidungen zum Russlandembargo, die schwächelnde Konjunktur in Asien oder die Marktmacht weniger Supermarktketten können wir nicht beeinflussen.

Dennoch gibt es viele kleine Bausteine, die zusammen genommen Linderung bringen können.
Dazu vier Vorschläge, die in Kombination das Problem auf Landes- und Bundesebene wenigstens mindern können:

  1. Vor allem: Die Überproduktion eindämmen
  2. Mit dem Pfund Qualität wuchern: Die Konkurrenz um die billigsten Produkte verlieren wir
  3. Mehr Regionalität: Sächsische Weiterverarbeiter müssen Milchprodukte herstellen, mit denen sich Geld verdienen lässt; Regionalmarken und Direktvermarkung stärken
  4. Mehr Bio: Im Vergleich zu den konventionellen Erzeugern haben, gibt es bei der Bio-Milch keinen derart Existenz bedrohenden Niedergang. Hier wird seit Langem mit dem Pfund Qualität gearbeitet. Das zahlt sich offenbar aus.

 

» GRÜNE-PM-111: "Milchpreise: Mit dem Pfund 'Qualität' wuchern statt auf Massenproduktion setzen" vom 23.3.2016 mit Link zum Redebeitrag von Wolfram Günther zum Thema in der Plenarsitzung vom 31.3.2016

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