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5. Sächsischer Klimakongress - ein Rückblick
Der 5. Sächsische Klimakongress der GRÜNEN-Fraktion ging mit einem Teilnehmerrekord zu Ende: rund 230 Menschen waren der Einladung nach Dresden ins Wechselbad gefolgt.
Antje Hermenau eröffnete - wie jedes Jahr - und mahnte an, die jetzige Wirtschafts- und Wachstumskrise zu nutzen und von der gnadenlosen Fixierung auf das ‚Ich und sofort’ zu einer Verantwortung für alle zu kommen. Die Kosten werden sonst für uns alle unüberschaubar.
Wilfried Küchler, Klimaforscher am Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Gastreferent auf dem Klimakongress pflichtet ihr bei. Sämtliche Modelle der Wissenschaftler seien bei den CO2-Emissionen übertroffen. Das Ausmaß und vor allem die Geschwindigkeit des Klimawandels geht schneller voran als erwartet worden war. Das vergangene Jahrzehnt war regional und global mit Abstand das wärmste, das jemals gemessen wurde. In Sachsen sind jetzt schon Veränderungen beobachtet worden, die erst für die Mitte des Jahrhunderts erwartet wurden. Und das alles nur bei einer globalen Temperaturerhöhung von 0,8 Grad Celsius. Momentan kann sich niemand ausmalen, was bei einer Temperaturerhöhung von zwei bis sechs Grad Celsius in nur 100 Jahren passieren wird, mahnt Küchler.
In den sieben anschließenden Foren ging es unter anderem um die Rolle des Schienenverkehrs in Zeiten der Energieverknappung, sozialökologische Alternativen zum Wirtschaftswachstum und Windenergieausbau.
Weg vom "Leitbild der Steinernen Stadt": Im Forum A 1 wurden kreative Einzelinitiativen von Nachbarschaftsgärten vorgestellt. Ein Projekt aus Dresden - der Aprikosengarten in Dresden-Pieschen - präsentierte sich auch als Stand auf dem Klimakongress.
Der Güterverkehr in Deutschland und Sachsen erwartet massive Zuwächse. Wie dieser Verkehr auf die Schiene gebracht werden kann, erörterte das Forum A 2.
Kommunen sollen beim Klimaschutz selbst aktiv werden, bevor andere Investoren ihnen zuvorkommen: dies ist die Aussage aus Forum A 3, in dem es um Wertschöpfung in Kommunen durch Erneuerbare Energien ging. Denn nur sie sind in der Lage, Bürgerinnen und Bürger in alle Planungsschritte einzubeziehen und mitreden zu lassen.
Wie sich jeder Einzelne vor Ort für eine lebenswerte Kommune einsetzen kann, zeigte das Projekt >>Transition Town>> im Forum A 4. Egal ob Urban Gardening, Tauschringe oder Regionalwährungsprojekte - jeder findet etwas für sich und wird gebraucht.
Was passiert, wenn Windenergie und Naturschutz aufeinander treffen? Dazu wurde im Forum B 1 diskutiert. In jedem Fall steht die Landesregierung in der Pflicht, fachliche Grundlagen und Planungen durchzuführen, um die Diskussion auf eine solide Grundlage zu stellen.
Um sozialökologische Alternativen zum Wirtschaftswachstum ging es im Forum B 2. Diskutiert wurden u.a. das Grundeinkommen als Lösungsansatz, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer sowie die Unterstützung regionaler Projekte.
Wie kann eine Verkehrswende vollzogen werden, ohne die Mobilität der Menschen einzuschränken. Antworten darauf wurden im Forum B 3 gesucht und gegeben. Stichworte sind: Stärkung von Bus und Bahn sowie des Rad- und Fußverkehrs, Belebung der Innenstädte, Schluss mit Privilegien für Kraftfahrzeuge.
Wie können Menschen für Klimaschutz begeistert werden? Auf einem eher ungewöhnlichen Weg ist in dieser Mission Martin Unfried, preisgekrönter Kolumnist der taz, unterwegs und begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Schluss des Kongresses.
- Links:
- www.youtube.com/watch



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