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Pflege braucht Veränderung – Demo für bessere Bedingungen

Demo zum Aktionstag "Pflege braucht Zukunft" in Dresden
Demo zum Aktionstag "Pflege braucht Zukunft" in Dresden. Foto: GLtgSn

Die aktuelle Lage der Pflege-Beschäftigten ist nicht zukunftssicher – dies bescheinigten hunderte Demonstranten am vergangenen Donnerstag. Unter Protest-Slogans wie „Pflege braucht Zukunft“, „Es ist 5 vor 12“ und „Pflege braucht Veränderung“ zogen sie von der Dresdner Innenstadt zum Sächsischen Landtag, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Durch demografischen Wandel und zunehmenden Fachkräftemangel in Pflegeberufen ergibt sich dringender Handlungsbedarf – nicht nur in Bezug auf steigende Löhne.

Die sächsische Staatsregierung drücke sich vor ihrer Steuerungsverantwortung, meint Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der sächsischen GRÜNEN-Fraktion. Der Ansatz der Regierungsinitiative „Pro Pflege Sachsen“ ist gut, aber nicht zu Ende gedacht – es bedarf eines Gesamtkonzeptes, um Mängel in der Pflege zu beseitigen und diese Berufe zukunftsfest zu gestalten. Daher unterstützt die GRÜNEN-Fraktion die Forderungen des Aktionstages „Pflege braucht Zukunft“.

Neben steigenden Löhnen müssen mit besseren Arbeitsbedingungen, weniger bürokratischen Arbeitsabläufen und mehr Zeit für individuelle, persönliche Betreuung der Pflegebedürftigen Anreize geschaffen werden, mehr Leute – vor allem junge Berufsanfänger – für Pflegeberufe zu begeistern. Eine bessere Ausbildung und mehr Qualifizierungs- und Fortbildungsmöglichkeiten sorgen dabei nicht nur für qualifiziertes Personal, sondern auch für bessere Motivation und Arbeitsmoral.
Aber auch die Perspektive der Pflegebedürftigen darf nicht übersehen werden: Oft besteht der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung sowie nach ambulanter statt stationärer Betreuung. Hier bedarf es neuer Wohnformen – jeder sollte sich fragen, wie er selbst in Zukunft leben möchte.

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