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Rede | 14.09.06

Elke Herrmann: 18,8% aller Fleischproben wurden 2003 in Sachsen beanstandet

Es gilt das gesprochene Wort!

(...) Wieder ist er da – der Fleischskandal. Die Überschrift ist anders als im Januar: „Gammelfleisch“ statt „Ekelfleisch.

Wir müssen doch die Frage stellen, ob es hier um Einzelfälle („schwarze Schafe“) geht. Oder sehen wir die Spitze eines Eisberges und den Rest eben nicht. Hier wird ein  Missstand auf dem Lebensmittelmarkt deutlich, auf den bisher nicht angemessen reagiert wird. 
In Sachsen wurden 2003 18,8% aller Fleischproben von Tieren beanstandet (Jahresbericht 2004 LUA). Kontrolliert wurden 1349 Proben und das bei gut 1 Million Rindern und Schweinen und über 1 Million Hühner in Sachsen. 17,8 % der Fleischerzeugnisse und 20,1 % der Wurstwaren wurden beanstandet. Dabei handelt es sich nicht in erster Linie um verdorbenes Fleisch. Aber an der Zahl zeigt sich, wie ernst die betreffenden Vorschriften genommen werden. 

Deshalb brauchen wir mehr Transparenz in diesem Bereich. Deshalb wollen wir weitergehende Informations- und Veröffentlichungspflichten. Was in anderen Bereichen selbstverständlich ist, gibt es in der Fleischbranche nicht. Oder haben sie schon von verschiedenen Fleischmarken gehört. (...)

Vollständigen Wortlaut als PDF-Datei herunterladen:
herrmann_2006-09-14_slt59_top1.pdf

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