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Michael Weichert
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Telefon: 0351 / 493 48 30
Telefax: 0351 / 493 48 09
Publikationen
Quo vadis?
Ökologische Landwirtschaft in Sachsen (PDF)
(Faltblatt, 3. Auflage,
Stand: April 2009)
Gentechnik in der sächsischen Landwirtschaft?
Die Wahlfreiheit der Verbraucher erhalten (PDF).
(Faltblatt, 3. Auflage,
Stand: April 2009)
Gentechnikfreie Landwirtschaftsregionen in Sachsen
Die bündnisgrüne Fraktion lehnt gentechnisch veränderte Produkte und Freisetzungsversuche ab, da ökologische und gesundheitliche Risiken nicht auszuschließen sind. Sie tritt für eine gentechnikfreie Region Sachsen und setzt eine flächendeckende Selbstverpflichtung der Landwirte im Freistaat ein. Es ist weder den Verbrauchern, noch den Ökolandwirten und auch nicht den Steuerzahlern zu vermitteln, dass die Staatsregierung ökologisch wirtschaftende Betriebe während der Umstellung fünf Jahre lang finanziell unterstützt, um ihren Bestand dann durch genmanipulierte Pflanzen auf den Nachbaräckern zu gefährden.
Wo es trotzdem zu Freisetzungen von genmanipulierten Pflanzen kommt, müssen diese für die Öffentlichkeit transparent erfolgen. Die Behörden des Freistaates müssen durch Kontrollen sicherstellen, dass eine Verbreitung auf andere Flächen weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Die Weiterverbreitung genveränderter Organismen ist durch Pollenflug oder Wind auch über mehrere hundert Meter möglich und stellt eine schwer beherrschbare Gefahr für den konventionellen und ökologischen Landbau dar. Auch das Aussamen genveränderter Pflanzen und der so genannte Gentransfer über Mikroorganismen des Bodens ist lange nach dem Ende des Anbaus genveränderter Pflanzen möglich.
Anbau von Genmais in Sachsen 2010
Die GRÜNE-Fraktion zeigt, wo in Sachsen Genmais angebaut werden soll
Mehrere sächsische Landwirte haben auch 2010 wieder Flächen für den Anbau des Genmaises beim Standortregister des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angemeldet.
Michael Weichert, agrarpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion hat nachgerechnet: „Aktuell handelt es sich sachsenweit um ca. 550 ha Fläche, auf der sächsische Landwirte Genmais der Sorte Mon810 anbauen wollen. Damit sind wir bundesweit trauriger Spitzenreiter.“
In der Vergangenheit wurde von Gentechnik-Kritikern immer wieder der schlampige Umgang der Behörden mit den Anmeldungen im Standortregister nachgewiesen. Erst zu Beginn des Jahres hatte Greenpeace fehlerhafte Anmeldungen in Brandenburg und Bayern aufgedeckt.
Daraufhin hat die GRÜNE-Landtagsfraktion Sachsen die Flächenanmeldungen sächsischer Landwirte überprüft. Dabei wurden nicht nur die Daten der angemeldeten Gen-Äcker untersucht, sondern sie mit Google Maps sogar bis auf das Flurstück genau abgeglichen.
Die Überprüfung ergibt, dass es in Sachsen nur eine Falschmeldung hinsichtlich der Flächengrößen gibt. Es handelt sich um eine Fläche in Zabeltitz mit der Flächenkennziffer 01561/01672. Die gemeldete Flächengröße überschreitet die reale Flurstücksgröße um 1.705 Quadratmeter. Das entspricht einer Abweichung von 2,07 Prozent.
Besorgniserregend ist jedoch die unmittelbare Nähe zahlreicher Naturschutz- und FFH-Gebiete zu den angemeldeten „Genäckern“. Teilweise betragen die Abstände nicht einmal 300 Meter. Laut eines Gutachtens für das Bundesamt für Naturschutz kann jedoch selbst nach tausend Metern noch Gen-Maispollen nachgewiesen werden. Die Auswirkungen des Pollens auf die sensiblen Ökosysteme und deren Artenvielfalt in den Schutzgebieten sind derzeit noch nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft wiesen 2008 bereits nach, dass Bt-Maispollen die Larven mehrerer Schmetterlingsarten schädigt.
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN fordern darum die Sächsischen Staatsregierung auf, einen generellen Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Genflächen und Schutzgebieten vorzuschreiben.
Häufig gestellte Fragen zum Verbot von MON810-Mais in Deutschland
Dazu Sabine Riewenherm, Referentin für Biotechnologie und Bioethik
Ist der Anbau von MON810 in diesem Jahr wirklich gestoppt?
Welche neuen Risiken werden von Aigner für die Begründung des MON810-Verbots angeführt?
Wird die EU-Kommission das Verbot von MON810 in Deutschland akzeptieren?
Werden durch ein MON810-Verbot Arbeitsplätze vernichtet, wie einige CDU-Politiker behaupten?
» Leserbrief zum Beitrag in der Sächsischen Zeitung: "Es geht nicht ohne gentechnisch veränderte Saat", 16. April 2009
» Offener Brief an Agrarminister Kupfer zum Beitrag in der Sächsischen Zeitung
» Leserbrief zum Beitrag in der LVZ: „Aigner genehmigt Anbau von Genkartoffel Amflora“, 27. April 2009
Weitere Informationen über Gentechnikfreie Landwirtschaftsregionen:
- Pressemitteilung: GRÜNE: Schutzmaßnahmen bei Gentechnik-Experimenten an Apfelbäumen in Pillnitz sind unzureichend
- Redebeitrag des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Michael Weichert zu den Gefahren der Agro-Gentechnik für den Verbraucher am 7. März 2008
- Redebeitrag des Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi zu den Folgen der Agro-Gentechnik für die biologische Vielfalt am 7. März 2008
- Redebeitrag des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Michael Weichert zum Anbau von Genmais auf sächsischen Äckern am 7. Juni 2007
- Redebeitrag des Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi zur Förderung gentechnikfreier Landwirtschaftsregionen in Sachsen am 9. März 2005
Agrar und Verbraucher





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