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Annekathrin Giegengack

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Selbstständige Schule

Viele Schulen in freier Trägerschaft zeigen, dass größere organisatorische und pädagogische Freiheiten zu besseren Leistungen und größerer Zufriedenheit bei Schülern, Lehrern und Eltern führen. Eigenständig pädagogische Konzepte entwickeln und anwenden, Schülern jahrgangsübergreifend und individuell fördern, selbständig über Personal und Investitionen entscheiden – den öffentlichen Schulen sind diese Möglichkeiten zu Unrecht verwehrt.

Wir wollen mehr Freiheit für die öffentlichen Schulen! Sie sollen sich allein an den Kompetenzzielen der bundesweit verbindlichen Bildungsstandards orientieren und von den Lehrplänen abweichen können. Jede Schule soll im Rahmen eines Schulbudgets über die Verwendung ihrer Sachmittel ebenso wie über einzustellende Lehrer und Schulleiter entscheiden. Dabei wollen wir die Mitwirkungsrechte von Eltern und Schülern stärken.

Im Gegenzug wollen wir die Schulverwaltung deutlich reduzieren und zu einer schlanken Serviceagentur für öffentliche wie freie Schulen umbauen. Die dort gebundenen Stellen und Gelder sollen den Schulen direkt zugute kommen. Statt bürokratischer Gängelung wollen wir die Qualität jeder einzelnen Schule durch Zielvereinbarungen und Evaluationen sichern.

» Schulselbständigkeit in anderen Bundesländern in pädagogischer, organisatorischer, finanzieller und personeller Hinsicht

Weitere Informationen und parlamentarische Initiativen:

Selbständige Schule? Ihre Meinung ist gefragt!

Selbstständige Schule, Selbstverantwortete Schule, Eigenständige Schule – während solche Begriffe die Schulpolitik anderswo prägen, spielen sie hierzulande keine Rolle. Das wollen wir ändern!

Warum? Die Probleme, mit denen sich Schule konfrontiert sieht, werden immer größer. Die Schülerschaft ist vielfältiger als je zuvor. Die sich rasant veränderten Medien und Wissenswelten fordern das klassische Lehrplanwissen und die herkömmliche Schul- und Unterrichtsorganisation heraus. Die Bindungskraft der öffentlichen Schulen lässt nach, wie der Run auf die freien Träger zeigt. Um auf all diese Herausforderungen reagieren zu können, könnte mehr Schulselbständigkeit eine entscheidende Antwort sein. Denn Untersuchungen belegen, dass Schulen, die größere Spielräume haben, nicht nur bessere Schülerleistungen sondern eine größere Zufriedenheit aller Beteiligten erreichen können.

Aber wie können selbständige Schulen in Sachsen konkret aussehen? Welche pädagogischen Freiheiten sind überhaupt sinnvoll, um flexibel arbeiten zu können? Wieviel Verbindlichkeit muss sein, um Vergleichbarkeit sichern zu können? Droht schulische Autonomie nicht in eine Autokratie des Schulleiters umzuschlagen? Öffnet eine Budgetierung von Stellen nicht Tür und Tor für Stellenkürzungen? Welche Konsequenzen hat es für jeden einzelnen Pädagogen, wenn womöglich Eltern, Schüler und Kollegen über Einstellung und Entlassung entscheiden? In welchem Umfang sollten Kommunen über ihre Rolle als Schulträger hinaus auch größere inhaltliche Entscheidungsspielräume bekommen? Und braucht es nicht auch zusätzliche Stellen, um die gewachsenen organisatorischen Spielräume überhaupt bewältigen zu können?

Zu diesen und anderen Fragen wollen wir Ihre Meinung wissen! Sagen Sie uns, wo Sie sich als Eltern, Lehrkräfte oder Schülerinnen und Schüler mehr Freiheiten in der Schule wünschen und teilen Sie uns mit, wo Sie bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen von „guter Schule“ an Grenzen stoßen!

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