PM 2009-165: GRÜNE zur Übernahmegarantie für Referendare in den Schuldienst
Mit der Einstellungsgarantie für Mittelschul-Referendare eröffnet der Minister einen Saurierpark
Zur Ankündigung von Kultusminister Roland Wöller (CDU), dass es für mindestens 50 Prozent der Referendare der Schularten Grund-, Mittel- und Förderschulen ab 2012 eine Übernahmegarantie in den Schuldienst geben werde, erklärt Astrid Günther-Schmidt, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
"Mit der Einstellungsgarantie für Mittelschul-Referendare eröffnet der Minister einen Saurierpark. Kulturminister Wöller sollte sich jedoch Gedanken machen, warum zwei Drittel der Lehramtsanwärter, aber auch Eltern und Schüler nach Möglichkeit die Mittelschule meiden. Er irrt, wenn er glaubt, das gegliederte Schulsystem hätte sich bewährt. Der Trend geht unaufhaltsam in Richtung Gemeinschaftsschule mit längerem gemeinsamem Lernen. Zielführender ist daher ein Umsteuern hin zu moderner, schulartübergreifender Lehrerausbildung.
Bemerkenswert ist die Klage von Kultusminister Wöller, die Lehrerausbildung habe derzeit keine Priorität an den Universitäten und sei nur das fünfte Rad am Wagen. Welche Bedeutung sollte die Lehrerausbildung derzeit auch haben, wenn kaum Referendare eingestellt werden?
Wenn Wöller darauf verweist, dass Sachsen noch zu viele Lehrer gebe, frage ich mich, warum er nicht in der Lage ist, endlich einmal ein Schuljahr ohne planmäßigen und außerplanmäßigen Unterrichtsausfall abzuschließen bzw. zu planen."





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