PM 2005-177: Gemeinschaftsschule ist mehr! - Vereinbarungen der Koalition Bestandsgarantie für Mehrgliedrigkeit
Die Grünen im sächsischen Landtag halten die Rahmenvereinbarungen der Koalition zur Gemeinschaftsschule für unzureichend.
Nach Angaben des Kultusministeriums hatte sich die Koalition auf Kriterien für die Umsetzung von Gemeinschaftsschulen geeinigt.
„Die Rahmenvereinbarungen der Koalition gehen zweifellos in die richtige Richtung. Aber Gemeinschaftsschule ist mehr“, so die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Astrid Günther-Schmidt. So sei die nach den Vereinbarungen zwingend vorgeschriebene Kooperation von Schulen unterschiedlicher Schularten nur ein Weg zur Gemeinschaftsschule. "Es muss ebenso möglich sein, dass sich einzelne Schulen auf den Weg längeren gemeinsamen Lernens machen. Durch die zwingende Kooperation werden nur unnötige Hürden aufgebaut", so die Bildungsexpertin.
Darüber hinaus stieß die weiterhin vorgesehene Differenzierung nach Schularten auf Kritik. "Gemeinschaftsschulen machen nur Sinn, wenn sie wirklich integratives Lernen auch über die 8.Klasse hinaus ermöglichen", so Günther-Schmidt.
Zur erfolgreichen Einführung der Gemeinschaftsschule sei nun ein offensives Zugehen auf die Schulträger notwendig. „Die Gemeinschaftsschule darf nicht auf einige wenige Schulversuche beschränkt bleiben. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, offensiv bei Lehrern, Eltern und Schulträgern für die Gemeinschaftsschule zu werben“, so Astrid Günther-Schmidt abschließend.


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