Zum Inhalt springen
Pressemitteilung | 05.04.05

PM 2005-062: Dreiklang-Festival im Dreiländereck vor dem Aus

„Das ist ein kultureller Verlust für die ganze Region“ sagt Astrid Günther-Schmidt von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag. Das Festival im Dreiländereck sei schließlich viermal erfolgreich verlaufen – und das mit wachsenden Besucherzahlen. Es nun sang- und klanglos einzustellen, könne kein kulturinteressierter Bürger im Landkreis Löbau-Zittau verstehen.  

Astrid Günther-Schmidt wohnt selbst in der Region Löbau-Zittau: „Natürlich war die Auslastung des Festivals noch nicht ausreichend. Doch man muss einem solchen Ereignis eine Chance geben sich zu entwickeln. Der Kulturszene in der Region gehen nun beträchtliche Fördermittel von Sachsen und der EU verloren.“ 

Völlig unverständlich ist für die bündnisgrüne Fraktion die Vergabe der Fördermittel. Das Festival sei auch in diesem Jahr ausdrücklich erwünscht gewesen beim sächsischen Ministerium für Kunst und Wissenschaft. Der zuständige Abteilungsleiter habe die Veranstalter ermuntert das Festival weiter zu planen. Zu spät folge nun der Bescheid, die Förderung einzustellen.

Die bündnisgrüne Fraktion fordert deshalb langfristige Förderzusagen für derartige Projekte. Das Dreiklang-Festival selbst wurde bereits im Jahr 2004 gut angenommen: Immerhin kamen im Vergleich zum Vorjahr 2000 Besucher mehr zu den Veranstaltungen.

Besonders mit Blick auf die EU-Osterweiterung hält die bündnisgrüne Fraktion das Ereignis für unverzichtbar. Mit einer Absage machten sich die Veranstalter gegenüber den Nachbarländern Polen und Tschechien unglaubwürdig. Bei der EU in Brüssel stoße die plötzliche Absage ebenso auf Kopfschütteln. Die machtpolitischen Intrigen im Ministerium zeigten nun ihre Wirkung: Sie dürften nicht dazu führen, dass in einzelnen Regionen die Kultur abgebaut wird.

Politikfelder