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Pressemitteilung | 31.10.06

PM 2006-407: Unstimmigkeiten zu geplantem Atomtransport

Umweltminister muss jetzt schnell Klarheit schaffen

Angesichts der Unstimmigkeiten zwischen der russischen Atomenergiebehörde Rosatom und dem Vorstand des Rossendorfer Vereins für Kernverfahrenstechnik und Analytik (VKTA), Udo Helwig, hinsichtlich des angestrebten Lufttransports von hoch angereichertem Uran von Dresden nach Russland verlangt die GRÜNE-Landtagsfraktion Aufklärung durch den sächsischen Umweltminister Stanislaw Tillich.

„Von Herrn Tillich ist zu diesem Vorgang bisher nichts zu hören. Er taucht einfach ab“, kritisiert Johannes Lichdi, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion. „Er muss jetzt schnell Klarheit schaffen.“

„Die Informationspolitik der Staatsregierung ist eine Katastrophe", so Lichdi. „Der Umweltminister ist verantwortlich, nicht der Chef des VKTA.“ Lichdi kündigte an, dem Minister im Umweltausschuss am kommenden Montag einen Fragenkatalog vorzulegen. „Die Öffentlichkeit sollte aber sofort informiert werden.“

Die sächsischen GRÜNEN sind grundsätzlich der Meinung, dass das Uran nicht nach Russland transportiert werden soll und bis zur Errichtung eines deutschen Endlagers in Dresden-Rossendorf sicher gelagert werden sollte.

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