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Pressemitteilung | 21.08.07

PM 2007-301: Hetzjagd auf Inder in Mügeln - Wir müssen dem Problem der Fremdenfeindlichkeit offen in die Augen sehen

Karl-Heinz Gerstenberg, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat dazu aufgerufen, dem "Problem der Fremdenfeindlichkeit in Sachsen offen in die Augen zu sehen". "Schönreden hilft nicht weiter!"

"Natürlich liegt Fremdenfeindlichkeit vor, wenn eine Gruppe von 50 Deutschen acht Inder über den Markt hetzt", so Gerstenberg.
"Es ist gut und richtig, dass die Polizei sofort eine Sonderkommission gebildet und Ministerpräsident Milbradt mit seinem Besuch in Mügeln deutlich gemacht hat, wie ernst er die Vorfälle nimmt. Das unterscheidet ihn wohltuend von den Verharmlosungsversuchen seines Vorgängers."

Äußerungen von Mügelns Bürgermeister Gotthard Deuse sind für den GRÜNEN-Politiker "Teil des Problems". "Wir müssen weg kommen von den Erklärungen wie <<der Angriff gehe auf das Konto Auswärtiger>>. Der Versuch des Schönredens hilft auch Mügeln nicht weiter. Wichtig ist vielmehr, dass sich Bürgermeister Deuse in die Reihe der Bürgermeister einreiht, die versuchen, aktiv die Zivilgesellschaft vor Ort zu stärken, damit in Zukunft ein fremdenfeindlicher Mob in Mügeln keine Chance mehr hat. Es wäre aber genauso falsch, das Problem der fremdenfeindlichen Gewalt auf Mügeln zu begrenzen."

Der Parlamentarische Geschäftsführer der GRÜNEN-Fraktion wies darauf hin, dass Mügeln keineswegs frei von rechtradikalen Strukturen ist. So sei dort der Musikversand 'No Colours Records' ansässig. In der Umgebung gibt es Kameradschaften z.B. in Colditz, Leisnig und Schildau.

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