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Pressemitteilung | 25.04.10

PM 2010-126: Wölfe in Sachsen – GRÜNE: Umweltminister sollte Jagdverband nicht auf den Leim gehen

Der naturschutzpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Johannes Lichdi, hat Umweltminister Frank Kupfer davor gewarnt, dem Landesjagdverband bei dessen Forderung die Wölfe unter Jagdrecht zu stellen, "auf den Leim zu gehen".

"Es gibt keine sachliche Notwendigkeit, die Unterschutzstellung der Wölfe zu ändern", erklärt Lichdi. "Der Wolf ist in Sachsen mit fünf reproduzierenden Paaren auf absehbare Zeit weiter akut vom Aussterben bedroht. Der Schutz über das Naturschutzrecht ist die angemessene Antwort darauf."

"Wer den Wolf unter Jagdrecht stellen will, muss sich fragen lassen, ob es sein Ziel ist, den Wolf künftig ohne Ausnahmegenehmigung der Naturschutzbehörden abschießen zu können", kritisiert Lichdi. "Von einem Umweltminister erwarte ich, dass er dem Jagdverband hier klar die Grenzen aufzeigt. Mir ist unerklärlich, warum er vor der Jagdlobby einknickt. Die klaren gesetzlichen Schutzbestimmungen dürfen nicht aufgeweicht werden."

Umweltminister Frank Kupfer hatte gestern auf dem Landesjägertag in Freital angekündigt, den Wolf evtl. - wie vom Landesjagdverband gefordert - unter Bedingungen in das Jagdrecht aufzunehmen.

 

Hintergrund:

Untersteht der Wolf dem Jagdrecht, liegt ein 'Hegabschuss' in der subjektiven Einschätzung des jeweiligen Jagdausübungsberechtigten.

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