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Pressemitteilung | 07.05.12

PM 2012-141: Weil gute Worte nichts mehr nützen …

Am kommenden Donnerstag, 10.5., werden Tausende Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Studierenden in Dresden gegen Lehrermangel, unzureichende Lehramtsausbildung und unbegründete Stellenkürzungen an sächsischen Hochschulen protestieren.

Hierzu erklären Annekathrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin, und Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, hochschulpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Die Situation der Hochschulen im Bildungsland Sachsen lässt sich nicht mehr schönreden. Alle Versuche, die Missstände zu beheben, sind an der schwarz-gelben Mehrheit im Land gescheitert. Und leider geht es offenbar immer noch schlimmer: Trotz steigender Studierendenzahlen werden Stellen an den Hochschulen gestrichen, bei der Lehramtsausbildung herrscht heilloses Chaos. Undurchdachte Einstellungsverfahren spitzen die Situation weiter zu", erklärt Gerstenberg.

"Der schulische Bereich ist viel zu lange vernachlässigt worden, obwohl die Fakten bekannt gewesen sind. Über Jahre wurde versucht, den drohenden Lehrermangel mit geschönten Zahlen zu verheimlichen, während man gleichzeitig versuchte, das Schlimmste durch rechtlich zweifelhafte Maßnahmen zu verhindern. Nun muss sich die neue Kultusministerin Brunhild Kurth ihre Lehrer aus allen möglichen Bereichen zusammenklauben und trotzdem wird es nur für ein Jahr reichen", ergänzt Annekathrin Giegengack.

Die Wut der Studierenden und der Schüler ist mehr als verständlich und ihr Protest zu begrüßen. Die GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag wird weiterhin dafür kämpfen, dass die Zukunft von Sachsens Bildungslandschaft durch eine Prioritätensetzung im Haushalt gesichert wird.

Mit einem gemeinsamen Antrag, der am kommenden Donnerstag im Plenum verhandelt wird, wollen die Fraktionen GRÜNE, Linke und SPD die Forderungen der Schüler und Studierenden unterstützen.

» grüner Antrag: "Bildungslandschaft Sachsen sichern und weiterentwickeln" (Drs. 5/8987)

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