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Pressemitteilung | 13.01.14

Da geht noch was in der sächsischen Literaturlandschaft!

(2014-06) Zur heutigen Anhörung zum Antrag der GRÜNEN-Fraktion "Initiativen zur Verbesserung der Situation der Literaturschaffenden in Sachsen" im Kulturausschuss des Sächsischen Landtages erklärt Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, kulturpolitischer Sprecher:
"Die Sachverständigen haben zahlreiche Handlungsmöglichkeiten für Politik und Verwaltung beschrieben, mit denen die sächsische Literaturlandschaft gestärkt werden kann. Notwendig ist nicht kurzzeitige Aufmerksamkeit, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der Förderschwerpunkte und -instrumente. Wir sehen durch die Expertenaussagen wichtige Forderungen unseres Antrages untersetzt."

Dr. Sibille Tröml, Geschäftsführerin des Sächsischen Literaturrates e.V., unterstützte den Antrag ausdrücklich. Sie beschrieb zudem die zunehmende Einschränkung der Literaturförderung und verwies insbesondere auf den gestrichenen Landesleseplan, dessen Angebote noch im Jahr 2002 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 151 Bibliotheken, 22 Schulen und 51 weiteren Einrichtungen erreichten. Strukturen wie der Friedrich-Bödecker-Kreis könnten mit wenig Geld sehr viel erreichen, würden jedoch in Sachsen kaum mehr gefördert.

Ein wichtiges Thema war die leichtere Zugänglichkeit zur Konzeptförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für Literaturprojekte. So erläuterte Claudius Nießen, Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, dass eine Professionalisierung innovativer Literaturvermittlung dann erreicht werden kann, wenn auch einzelne Engagierte bei der Konzeption kleiner Formate unterstützt werden.

Als effektive Verbesserung der Rahmenbedingungen für Literaturschaffende und -vermittelnde wurden Möglichkeiten der Verlagsförderung diskutiert. Ralph Lindner, Direktor der Kulturstiftung des Freistaates, verwies auf die wichtige Voraussetzung, hier die praxisferne Trennung zwischen Gemeinnützigkeit und gewinnorientierten Unternehmen, also zwischen Kultur- und Wirtschaftsförderung, aufzugeben. Dann könnte die Stiftung Verlage bei der Umsetzung künstlerischer Literatur unterstützen.

» GRÜNER Antrag "Initiativen zur Verbesserung der Situation der Literaturschaffenden in Sachsen" (Drs.5/13037)

» Zusammenfassung der Podiumsdiskussion "Zukunft schreiben – Literaturförderung und Buchmarkt in Sachsen" am 4.12. in Leipzig

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