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Pressemitteilung | 11.03.15

Lehrerstreik - Sachsen darf den Wettbewerb um die besten Köpfe nicht verschlafen

(2015-97) Zu den bisher ergebnislosen Verhandlungen für die Tarifbeschäftigten der Länder, insbesondere für die bundesweit rund 200.000 angestellten Lehrerinnen und Lehrer, erklärt Petra Zais, bildungs- und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Wenn der Freistaat Sachsen bei Bildungsrankings auch zukünftig vorn mitspielen will, darf er den Wettbewerb um die besten Köpfe nicht verschlafen. Die aktuellen Tarifverhandlungen sind dabei von grundlegender Bedeutung, insbesondere die tarifliche Entgeltordnung für Lehrkräfte. Noch immer bestimmt die Staatsregierung einseitig über die Eingruppierung der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer. Die Gewerkschaften sprechen deshalb zu Recht vor einem >>Standortnachteil<< Sachsens im Werben um Nachwuchskräfte."

"Bereits in den Jahren 2011 und 2013 – mit dem sächsischen Finanzminister Georg Unland (CDU) als Verhandlungsführer – gab es in den Tarifgesprächen keine Einigung zu einer Lehrer-Entgeltordnung (L-EGO). Die jetzigen Gespräche waren von langer Hand vorbereitet, ein Durchbruch beim Thema Eingruppierung schien zum Greifen nah. Es ist fatal, dass die mühsam gefundenen Kompromisse letztlich doch scheiterten. Herr Unland sitzt als Vertreter der Arbeitgeberseite weiter mit am Verhandlungstisch. Er sollte, im Sinne des Freistaates, ein vitales Interesse an einer Einigung haben."

"Sollten die Tarifgespräche letztlich ohne Berücksichtigung einer Entgeltordnung für Lehrkräfte abgeschlossen werden, liegt das Thema wieder auf Landesebene. In diesem Fall werden wir GRÜNE unsere parlamentarischen Möglichkeiten nutzen, um endlich eine tarifliche Regelung für die größte Angestelltengruppe des Freistaates zu finden. Dabei setzen wir uns für eine faire und gleiche Bezahlung aller Lehrerinnen und Lehrer und eine Aufwertung insbesondere des Grund- und Mittelschullehramts ein."

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