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Pressemitteilung | 17.08.17

Bildungsmonitor 2017: Keine ernsthaften Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr

(2017-186) Zum aktuellen Bildungsmonitor der 'Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft' erklärt Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Bedenklich ist, dass die Studie keinem der Länder ernsthafte Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr attestiert. Das gilt auch für Sachsen. Stillstand ist angesichts der Herausforderungen des Bildungssystems Gift. Hauptkritikpunkt bleibt die hohe Zahl der sächsischen Schülerinnen und Schüler, die ohne Abschluss die Schule verlassen. Die Antwort auf die Frage, wie schulische Integration und Inklusion erfolgreich gestaltet werden können, bleibt das Kultusministerium auch in diesem Jahr schuldig. Insofern dürfen die guten Ergebnisse insgesamt nicht zur Vernachlässigung der bestehenden Defizite führen."

"Mit Blick auf die Altersstruktur bei den Berufsschullehrern müssten auch bei der sächsischen Wirtschaft alle Alarmglocken schellen. Wenn hier bei der Aufstockung der Lehramtsausbildung gerade an der TU-Chemnitz nicht endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, droht ein Fiasko in der Berufsausbildung."

"Insgesamt fokussiert der Bildungsmonitor erneut zu einseitig auf die Frage der Arbeitsmarktverwertbarkeit von jungen Menschen. Mindestens ebenso wichtig ist es angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen, die politische Bildung in den Schulen zu stärken."

» Bildungsmonitor 2017

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