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Pressemitteilung | 16.11.18

GRÜNE: Schluss mit den Sonntagsreden! − Sachsen braucht ein flächendeckendes Hilfesystem für Opfer häuslicher und sexualisierter Gewalt

Meier: Nicht nur die Dunkelziffer der Opfer ist bedenklich, sondern auch die derjenigen, die nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchen

 

(2018-319) Dresden. Zur Eröffnung der Sächsischen Frauenwoche des Landesfrauenrats unter dem Motto 'Gewalt beginnt nicht mit Schlägen' erklärt die Landtagsabgeordnete Katja Meier, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Ich begrüße ausdrücklich den Wunsch von Staatsministerin Petra Köpping (SPD), mehr Betroffene in die Hilfesysteme zu bringen. Doch Schluss mit den Sonntagsreden! Die Hilfesysteme müssen in ganz Sachsen angemessen ausgebaut und strukturiert sein. Nicht nur die Dunkelziffer der Fälle häuslicher Gewalt ist bedenklich, sondern auch die Zahl der Betroffenen, die nicht die Hilfe bekommen, die sie brauchen."

"Dass Gleichstellungsministerin Petra Köpping den schwarzen Peter für das fehlende Frauenhaus im Erzgebirgskreis dem Landkreis zuschiebt, ist allerdings alles andere als lösungsorientiert. Denn der Freistaat muss für das Ziel einer flächendeckenden Versorgung im Zweifel einzelne Kommunen unterstützen."

"In den Änderungsanträgen zum Haushaltsentwurf der Staatsregierung fordert die GRÜNE Fraktion die Aufstockung der Mittel für Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen sowie Interventions- und Koordinierungsstellen um 1,1 Millionen Euro. Wir wollen damit ausdrücklich endlich Frauenhäuser im Landkreis Nordsachsen und im Erzgebirge errichten."

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