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Pressemitteilung | 14.11.19

BÜNDNISGRÜNE zum geplanten Stellenabbau bei der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen – Personalabbau sozialverträglich gestalten

(2019-202) Zur Ankündigung des geplanten Stellenabbaus bei der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen erklärt Franziska Schubert, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

"Der geplante Stellenabbau ist ein schmerzhafter Eingriff, niemand geht diesen Schritt gern. Das Gebot der Stunde ist jetzt, dass der Personalabbau für die Betroffenen sozialverträglich gestaltet wird. Es ist auch möglich, eine Lösung zu finden, denn die Porzellanmanufaktur ist ein hundertprozentiges Unternehmen des Freistaats."

"Die aktuelle Entwicklung hat sich angedeutet und kommt für mich nicht überraschend. Die letzten Jahre waren durch eine hohe Intransparenz im Umgang mit der Porzellanmanufaktur geprägt. Als BÜNDNISGRÜNE haben wir immer wieder angesprochen, dass die Strategien so nicht aufgehen werden. Und dass es mehr Transparenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Unternehmen – aber auch mit anderen Beteiligungen des Freistaates – braucht."

"Die Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen ist die älteste Manufaktur in Europa. Das bedeutet nicht nur eine enorme Verantwortung für den Freistaat als Arbeitgeber, sondern auch eine Verpflichtung, dieses wertvolle Kulturgut zu bewahren."

"Nun wird eine Entscheidung für eine Verkleinerung getroffen, im Sinne des Erhalts des Unternehmens. Es wird eine große Aufgabe, das Wissen und das Können der Mitarbeitenden in einen neuen Rahmen zu fassen und das Unternehmen zu stabilisieren. Grundsätzlich ist es gut, dass klar kommuniziert wird und echtes Bemühen zu sehen ist, zum Wohle des Unternehmens ordnend einzugreifen."

"Zuletzt hat die Manufaktur vor zwei Jahren 28 Mio. Euro aus dem Staatshaushalt erhalten. Das Verfahren und die Summe haben medial hohe Wellen geschlagen. Die beträchtlichen Finanzhilfen haben nicht dazu geführt, dass das Unternehmen in seiner jetzigen Größe erfolgreich sein konnte. Diesen Kurs so nicht weiterzuführen, halte ich für eine richtige Entscheidung."

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