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Pressemitteilung | 27.08.20

Schulstart mit angezogener Handbremse: Vorfahrt für die Kinder, Schulöffnung muss vor anderen Lockerungen Priorität haben

(2020-93) Zum Schuljahresstart unter Pandemiebedingungen in Sachsen am kommenden Montag erklärt Christin Melcher, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Ich freue mich, dass am Montag endlich wieder die Schule startet. Für viele Kinder bedeutet das, nach monatelangem Homeschooling endlich wieder regelmäßigen Kontakt zu Freundinnen und Freunden sowie Pädagoginnen und Pädagogen zu haben. Die Rückkehr in die Schule bedeutet darüber hinaus aber auch Bildung und Teilhabe.“

„Der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen ist alles andere als ein Normalbetrieb: Oberste Priorität hat weiterhin der Infektionsschutz. Wir müssen die Infektionszahlen deshalb sehr genau im Blick haben, die Lehrkräfte regelmäßig testen und schnell, lokal und gezielt handeln, wenn es zu Infektionen kommt."
 
Zum Start des Schuljahres 2020/21 erklärt Christin Melcher außerdem: „Großen Dank verdienen die Lehrkräfte, die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie die Mitarbeitenden an den Schulen. Sie haben in den letzten Wochen alles dafür getan, um unseren Kindern wieder einen Schulalltag zu ermöglichen. Der Arbeitsschutz dieser Personen ist in den kommenden Monaten von enormer Bedeutung. Wir BÜNDNISGRÜNE drängen deshalb auch darauf, allen regelmäßig an Schulen tätigen Personen eine Testung zu ermöglichen.“

„Ich appelliere an alle, sich im Alltag an die Abstands- und Hygieneauflagen zu halten, um so unseren Kindern endlich wieder einen normalen Schulalltag, den wichtigen Kontakt mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie die Freude am Lernen zu ermöglichen. Jetzt müssen die Kinder Vorfahrt bekommen. Die Schulöffnung muss vor anderen Lockerungen Priorität haben.“

Die Bildungspolitikerin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN führt weiter aus: „Doch nicht nur die Hausaufgabenhefte der Schülerinnen und Schüler werden wieder gefüllt sein. Auch wir Politikerinnen und Politiker haben noch jede Menge zu tun. Wir müssen schnellstmöglich den Breitbandausbau an den Schulen umsetzen und allen Lehrkräften Fortbildungen anbieten. Die Lehrkräfte müssen in die Lage versetzt werden, ihre Schülerinnen und Schüler auch im Homeschooling auf möglichst gleich hohem Niveau wie im Klassenzimmer unterrichten zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bereits im Zuge der Lehramtsausbildung alle zukünftigen Lehrkräfte für den digitalen Unterricht fit gemacht werden.“

Erste Maßnahmen für einen qualitativ hochwertigen Schulbetrieb auch in Corona-Zeiten wurden bereits ergriffen, betont Christin Melcher: „Sachsen hat sich gut für den Start des Regelbetriebes vorbereitet. Digitale Angebote wurden erweitert, sodass im Falle einer Schulschließung der Unterricht besser vorbereitet auch im Homeschooling stattfinden kann. Zudem sind nun über LernSax auch Videokonferenzen möglich und in MeSax wurden weitere Medientitel für die Unterrichtsvorbereitung eingestellt. Zudem haben viele Kommunen in den vergangenen Wochen Förderbescheide im Zuge des Digitalpaktes erhalten, um ihre Schulen für den digitalen Unterricht besser auszustatten.“

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