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Pressemitteilung | 09.09.20

Situation der Geflüchteten in Moria: "Die Länder müssen endlich noch mehr Geflüchtete aufnehmen dürfen"

(2020-95) Zur Situation der rund 13.000 Geflüchteten auf Moria, die nach einem Feuer im Camp obdachlos sind, erklärt Petra Čagalj Sejdi, Sprecherin für Asyl, Migration und Integration der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

„Es brennt im überfüllten Geflüchtetencamp in Moria. Die Zustände dort sind schon seit Jahren katastrophal und menschenunwürdig. Die Geflüchteten sind in Lebensgefahr und die EU schaut schon lange weg. Wir sehen eine humanitäre Katastrophe in Europa, von der unter anderem Kinder betroffen sind.“

„Wir BÜNDNISGRÜNE fordern den Bund deshalb erneut auf, rasche technische sowie humanitäre Hilfe zu leisten und endlich mehr Menschen aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Auch wir in Sachsen haben genügend Platz und uns längst zur Hilfe bereit erklärt. Um diese Hilfe in Zukunft besser umsetzen zu können, sollten die Länder eigenständig entscheiden dürfen, wie viele Geflüchtete sie aufnehmen wollen und dabei nicht durch den Bund blockiert werden. Verschiedene sächsische Kommunen haben bereits erklärt, Menschen aus Moria aufnehmen zu wollen.“

Weiterhin erklärt Petra Čagalj Sejdi: „Deutschland muss seine EU-Ratspräsidentschaft dazu nutzen, das Asyl- und Migrationspaket der EU endlich zu verabschieden. Es braucht dringend ein gerechtes Asylsystem in Europa. Zustände wie in Moria darf es nicht länger geben. Das europäische Grundverständnis von Humanität sollte Katastrophen wie diese nicht erneut zulassen.“

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