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GRÜNE Höfetour bei der Agrofarm 2000 in Eichigt

GRÜNE Höfetour Eichigt

Einen in mehrerlei Dingen besonderen Landwirtschaftsbetrieb besuchte Wolfram Günther, landwirtschaftspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion am 7. Februar 2016. Die Agrofarm 2000 GmbH im vogtländischen Eichigt wird gerade zum größten Biobetrieb Sachsens. Denn als Gesellschafter aus Altersgründen ihre Anteile verkauften, gingen diese an Dennree, einem Bio-Großhändler aus dem oberfränkischen Töpen. Mit ihm im Hintergrund wurde in Eichigt ein ehrgeiziges Projekt gestartet: wie lässt sich ein Betrieb mit 4.000 ha Fläche und insgesamt 2.800 Kühen auf ökologische Landwirtschaft umstellen? Geschäftsführer Gerhard Feustel ist sicher, man wird das eine oder andere Lehrgeld bezahlen müssen, denn für ihn gibt es nicht viele Vorbilder, an denen er sich orientieren kann. Zumal er keinen industrialisierten Ökolandbau machen möchte und gleich gar keine Massentierhaltung mit BIO-Label. Die Standards seines Betriebes sollen höher sein als die Anforderungen des EU-Biolabels. Deshalb ist die Agrofarm 2000 seit Anfang des Jahres Mitglied im Anbauverband Bioland.

 

Um die hoch gesteckten Ziele „reibungsarm“ Realität werden zu lassen, arbeitet Feustel mit mehreren Hochschulen zusammen, denn es müssen intelligente Fruchtfolgeregelungen ebenso angewandt werden wie ein ausgeklügeltes Herdenmanagement für den großen Rinderbestand. Auch Fragen zur Weiterverarbeitung treiben Geschäftsführer Feustel um, denn so ließe sich mehr Wertschöpfung vor Ort generieren was nicht nur dem Betrieb, sondern der ganzen Region zu gute kommen würde.

 

Zum Abschluss des Gespräches bekam Wolfram Günther einen Wunsch der anwesenden Landwirte mit auf den Weg nach Dresden. Bauern müssen dringend von überbordender Bürokratie befreit werden. Das dies geht, zeigt Tschechien, wo die Agrofarm ebenfalls wirtschaftlich tätig ist. Das gegenüber der GRÜNEN-Landtagsfraktion seitens der Staatsregierung immer wieder bemühte Motto „Die EU ist an der Bürokratie schuld, nicht wir Sachsen“ stimmt offenbar nicht, denn auch Tschechien ist Mitglied derselben EU. Ein Unterschied dort ist jedoch die zentrale Datenerfassung und Verarbeitung. Davon sind wir leider noch meilenweit entfernt!


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