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GRÜNE Höfetour beim Landwirtschaftsbetrieb Jörg Nestler in Breitenbrunn

Der Bauernhof von Jörg Nestler in Breitenbrunn (Erzgebirgskreis) war das letzte Ziel auf Wolfram Günthers Höfetour für dieses Jahr.
Der 1992 zunächst im Nebenerwerb gegründete Betrieb wird seit 2008 von Familie Nestler im Haupterwerb geführt. In einem modernen Stall stehen heute rund 60 Milchkühe, vor allem robustes Braunvieh, eine mittelgroße und mittelschwere Kuhrasse aus der Schweiz. Diese findet auf den Bergwiesen des Erzgebirges einen reichhaltigen Pflanzenbestand und brauchen nur wenig zusätzliches Kraftfutter. Auf importiertes Soja verzichtet Jörg Nestler, ebenso wie auf Kunstdünger für seine Flächen. Damit gelingt es, die Betriebskosten im Rahmen zu halten, was aufgrund der derzeitigen Milchkrise bitter nötig ist. Seit langem ist der Milchpreis nicht kostendeckend und Nestlers sind gezwungen, Einkommensalternativen zu suchen. Mit Erfolg: ein eigener Hofladen, Käseproduktion in Zusammenarbeit mit einer mobilen Käserei, Kräuterexkursionen, Umweltbildung oder das Ausrichten von Kindergeburtstagen zeigen dies eindrucksvoll.

Wolfram Günther nimmt nicht nur einen sehr guten Eindruck vom Betrieb, sondern auch die Kritik der Nestlers an überbordender Bürokratie und der zu späten Auszahlung von Agrarhilfen für benachteiligte Gebiete mit in den Sächsischen Landtag. Dass Wertschöpfung in den Regionen vor Ort bleiben muss, darin waren sich Jörg Nestler und Wolfram Günther einig. Die Grünen werden im Landtag auch zukünftig Vorschläge machen, wie man das am besten anstellen kann.

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