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Literaturförderung und Buchmarkt in Sachsen - Ein Rückblick

Diskussionsrunde zur Literaturlandschaft in Sachsen
Diskussionsrunde zur Literaturlandschaft in Sachsen

Sachsen hat eine rege und vielseitige Literaturlandschaft, ein etabliertes Fördersystem und hochklassige Ausbildungmöglichkeiten. Aber unter welchem Bedingungen arbeiten und wovon leben die Menschen, die Literatur verfassen, lektorieren, übersetzen, verlegen, vermitteln und präsentieren? Erfolgreiche Arbeit im Literaturbereich fußt häufig auf Selbstausbeutung. Das muss nicht einfach hingenommen werden. Zudem sollten angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung, der allgemeinen Marktentwicklung und ganz grundlegenden Veränderungen von Literaturproduktion und Publikumsverhalten, Rahmenbedingungen angepasst und neue Wege bei den Schwerpunkten und Instrumenten der Literaturförderung gefunden werden.

Der Fachtag Literatur, durchgeführt im Jahr 2012 vom Sächsischen Literaturrat und der Kulturstiftung des Freistaates ebenso wie Publikationen wie das Magazin poet (Nr. 14) brachten wichtige Impulse für die Diskussion der Fördersitution. In der sächsischen Politik gibt es bislang jedoch kein Problembewusstsein. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird das Thema Literaturförderung und Buchmarkt zu einem politischen Thema machen und die Entwicklung von Literaturszene und Buchmarkt aktiv unterstützen. Dazu haben wir unseren Antrag Initiativen zur Verbesserung der Situation der Literaturschaffenden in Sachsen (Drs. 13037) in den Sächsischen  Landtag eingebracht. Zentrale Punkte darin sind die Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Kulturförderung (z.B. Konzeptförderung, Kleinstprojekte Vernetzung und Innovation), der Wirtschaftsförderung (Verlagspreis, Anpassung der Förderprogramme für die Kultur- und Kreativwirtschaft), der Leseförderung (Kooperationen von Literaturschaffenden, Schulen, Bibliotheken, Netzwerken und Initiativen), der Unterstützung der Literaturverbandsarbeit und die Rahmenbedingungen bei Urhebervertragsrecht, Sozialversicherung und Steuerrecht.

Voraussetzung für eine fundierte Debatte ist für uns, mit Menschen aus der Praxis ins Gespräch zu kommen. Bei unserer Veranstaltung "Zukunft Schreiben – Literaturförderung und Buchmarkt in Sachsen" am 4.12.2013 im Horns Erben in Leipzig haben wir mit Literaturschaffenden verschiedener Arbeitsfelder und mit Literaturfördernden Handlungsmöglichkeiten diskutiert.

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg (MdL), Kulturpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, moderierte die Podiumsdiskussion mit:

Elia van Scirouvsky
Autor, Lektor und Moderator (Der durstige Pegasus),
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Verband deutscher Schriftsteller - Landesverband Sachsen

Dr. Sibille Tröml
Geschäftsführerin Sächsischer Literaturrat e.V.

Dr. Manuel Frey
Stellvertretender Stiftungsdirektor und
Referent Bildende Kunst und Literatur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Maria Hummitzsch
Übersetzerin, Vorstandsmitglied im
Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V.

Andreas Heidtmann
Verleger und Autor, Gründer des Webportals und Verlages poeten­laden
und Herausgeber des Literaturmagazins poet


Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der bestehenden Instrumente der Literaturförderung, die Wahrnehmung von Literatur und Veränderungen beim Publikum, faire Arbeitsbedingungen für Literaturschaffende sowie Möglichkeiten der Unterstützung von Verlagen bzw. der Förderung von Buchprojekten von Verlagen.

» Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF)

Die öffentliche Anhörung zu unserem Antrag findet am Montag, den 13. Januar 2014, 10 Uhr im Ausschuss für Hochschule und Wissenschaft, Kultur und Medien des Sächsischen Landtages, Bernhard-von Lindenau-Platz 1, Dresden statt. Das Protokoll wird unter http://edas.landtag.sachsen.de zur Verfügung gestellt.

         

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