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Bildung | 14.09.16

Diskussion "Gute Schule 2020" am 13. September 2016 im GRÜNEN-Bürgerbüro Schwarzenberg

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Landtagsabgeordnete Petra Zais mit Kreisschülersprecher Bastian Dietrich in der Diskussionrunde. (Foto: GFSN)
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Als Vetreter der Schülerschaft mahnte Kreisschülersprecher Bastian Dietrich die Dringlichkeit an, mit der die Probleme des sächsischen Bildungssystems gelöst werden müssen. (Foto: GFSN)

Am Mittwoch, den 13. September 2016, lud die Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Petra Zais, unter dem Motto „Gute Schule 2020 - Anforderungen an ein neues sächsisches Schulgesetz“ in ihr Bürgerbüro nach Schwarzenberg ein. Mit allen an Bildung Interessierten will die GRÜNE-Landespolitikerin den Dialog darüber führen, wie der Reformbedarf an Sachsens Schulen abgebaut und ein zukunftsweisendes Schulgesetz auf den Weg gebracht werden kann.
Der Einladung folgten neben Pädagogen und Eltern auch ein Vertreter des Kreiselternrates sowie Kreisschülersprecher Bastian Dietrich aus Oelsnitz.

In einer sehr lebhaft und teils auch emotional geführten Diskussion wurde deutlich, dass sich das derzeitige sächsische Bildungswesen in einem für alle Beteiligten äußerst prekären Zustand befindet, der seit Langem dringenden Handlungsbedarf erkennen lässt.
Petra Zais warb für ein Schulsystem, welches die bisherige Gliederung in Grund-, Oberschule und Gymnasium beibehält, jedoch auch Kommunen, Elterninitiativen und Pädagogen die Möglichkeit zu Errichtung von Gemeinschaftsschulen mit längerem gemeinsamen Lernen eröffnet. Die Eigenverantwortung der Schule muss wesentlich mehr gestärkt werden, als es der Gesetzentwurf der Staatsregierung vorsieht. Zudem plädierte Zais für eine gerechtere Entlohnung aller Pädagogen und attraktivere Konditionen in diesem anspruchsvollen Beruf.
Seitens des Kreiselternrates wurde erneut die Einführung eines Bildungstickets ins Gespräch gebracht.

Immer wieder verlagerte sich die Diskussion weg vom Schulgesetzentwurf hin zum akutem Lehrermangel, der seit Langem durch das Nichthandeln der Staatsregierung überforderte und frustrierte Lehrkräfte zurücklässt und letztlich den Schülerinnen und Schülern nicht das Maß an Bildung zukommen lässt, was vonnöten wäre.
Die GRÜNEN-Bildungspolitikerin vertraut in diesem Zusammenhang auf die starke Kraft der Gewerkschaften in Sachsen und hofft, gemeinsam mit deren Stimme die missliche Situation im sächsischen Bildungswesen zu verbessern.
Bastian Dietrich vom Kreiselternrat mahnte an, dass dringend etwas getan werden muss, damit alle Schülerinnen und Schüler eine lückenlose und dem Lehrplan entsprechende Bildung erhalten und dass es an der Zeit ist, am Bildungssystem sowie an der Situation der fehlenden Lehrerinnen und Lehrer etwas zu ändern.

Zusammenfassend kann resümiert werden, dass zum Wohle der Kinder - aber auch der Pädagogen - dringender Handlungsbedarf am gesamten sächsischen Bildungswesen angesagt ist und bei ungenügendem Umsteuern alle auf der Verliererseite stehen. Das kann sich ein Land wie Sachsen nicht leisten.

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