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Bildung | 13.06.06

Hochschulausbildung für ErzieherInnen ist finanzierbar

Unter dem Motto "Frühe Bildung - Investition in die Zukunft?" veranstaltete die GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag ein Fachgespräch zur Finanzierbarkeit einer Hochschulausbildung für ErzieherInnen. Die Experten waren sich dabei einig: Eine Umstellung der Erzieherinnenbildung auf Hochschulniveau ist finanzierbar. Gestützt wird diese Erkenntnis von den Ergebnissen einer Studie zu den Kosten einer akademischen Erzieherinnenbildung, die Mit-Autor Dr. Peer Pasternack (Institut für Hochschulforschung Wittenberg) auf der Veranstaltung vorstellte. 

Aus der Studie geht hervor, dass sich aus der Umstellung von Fachschulen auf Hochschulen bundesweit jährlich Mehrkosten von 22 Millionen Euro ergäben. Die Höherbezahlung junger, akademisch gebildeter ErzieherInnen sei im Vergleich zu den derzeit altersbedingt hohen Personalaufwendungen für ErzieherInnen ohne zusätzliche Kosten finanzierbar, heißt es in der Studie.

Nach Kathrin Bock-Famulla (Bertelsmann-Stiftung) zeigen internationale Vergleiche weitere positive ökonomische Effekte. Investitionen in frühkindliche Bildungsqualität würden zu höheren Schulabschlüssen, weniger sozialen Kosten und Kriminalität und zu mehr Innovationen führen.

Die GRÜNEN-Fraktion plant, den hohen Altersdurchschnitt sächsischer Erzieherinnen in den nächsten zehn Jahre für die Akademisierung der Erzieherinnenbildung zu nutzen.

Papier zu Kosten einer Akademisierung der ErzieherInnen-Ausbildung von Peer Pasternack und Arne Schildberg

Papier zum volkwirtschaftlichen Ertrag von Kindertagesstätten von Kathrin Bock-Famulla

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