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Energieversorgung ohne Kohle?

Der fortschreitende Klimawandel lässt uns keine Wahl. "Als hochindustrialisierte Nation müssen wir unsere Klimaschutzziele erreichen und endlich wieder zum Vorreiter werden", fordert Gerd Lippold, energie- und klimapolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion in Sachsen in einem aktuellen Gespräch mit den Dresdner Neuesten Nachrichten. "Wenn Deutschland sein Ziel noch erreichen will, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, müssen jetzt die dreckigsten Kohle-Kraftwerke abgeschaltet werden."
Die immer wieder ins Feld geführte Angst vor einem Blackout durch den Umstieg auf erneuerbare Energien hält Lippold für unwahrscheinlich. "Die Erkenntnis, dass nachts kein Solarstrom produziert wird oder dass es Flauten gibt, ist nicht neu. Es gibt Antworten darauf." Zum Beispiel eine verstärkte Förderung von Gaskraftwerken. Wenn Windräder und Solardächer nichts produzieren, aber die Heizungen auf Hochtouren laufen, sind Gaskraftwerke gefragt. Diese können schnell und flexibel ans Netz gehen. Gas lässt sich außerdem speichern, egal ob Biogas, Faulgas oder Erdgas.

Lippold schätzt, dass wir bei einem Anteil von 70 Prozent erneuerbaren Energien sehr viele thermische Kraftwerke benötigen."Damit die Gaskraftwerke nicht rund um die Uhr laufen, sondern nur bei Engpässen ans Netz gehen, muss die Bundesregierung Anreize schaffen. Ansonsten ist das Geschäftsmodell nicht lukrativ."

» Den vollständigen Artikel finden Sie hier

» Sachsen muss "klimapolitische Totalverweigerung" aufgeben - Video mit GERD LIPPOLD

 

weitere Informationen zum Thema:

» GRÜNER Antrag 'Jetzt handeln - Sachsen aktiv im nationalen Klimaschutz positionieren' (Drs 6/10736)

» Rede des Abgeordneten Dr. Gerd Lippold zum GRÜNEN Antrag am 28. September 2017

» Pressemitteilung "Sachsen muss im nationalen Klimaschutz aktiv werden" vom 21.09.2017

 

 

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