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GRÜNE gehen braunem Eisenschlamm auf den Grund

Lippold GRÜNE Sachsen Eisenhydroxid-Schlamm Lauta
Jens Bitzka und Gerd Lippold informieren sich bei der Firma P.U.S GmbH über eine Methode zur Eisenschlamm-Verwertung.

Hunderttausende Tonnen brauner Eisenhydroxid-Schlamm aus Tagebauabwässern färben Fließgewässer in Sachsen und Brandenburg ockerfarben und gefährden Wasserorganismen.

In Lauta machten sich der GRÜNE-Landratskandidat für den Kreis Bautzen, Jens Bitzka, der energiepolitische Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sachsen, Gerd Lippold, sowie die GRÜNEN-Kollegen aus dem Brandenburger Landtag am Freitag, 8. Mai, ein Bild von der Lage und statteten dem Umwelttechnik-Unternehmen P.U.S einen Besuch ab. Das Unternehmen hat eine interessante Methode entwickelt, um den Eisenschlamm wiederzuverwerten.

„Es müssen umweltverträgliche und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen gefunden werden“, so Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher seiner Landtagsfraktion. „Auch mit dem absehbaren Ende der Braunkohlenwirtschaft wird sich das Eisenhydroxid-Problem nicht von selbst erledigen. Die Entstehung weiterer gewaltiger Eisenschlamm-Mengen wird durch den bisherigen Tagebaubetrieb unvermeidlich ausgelöst.“

Das Umwelttechnik-Unternehmen P.U.S GmbH stellt aus dem Eisenschlamm in Lauta Produkte für Wasser- und Gasreinigung her. So entstehen jährlich rund 5000 Tonnen werthaltiger Produkte aus Materialien, die sonst deponiert werden müssten.
"Dass nun Materialien aus Hinterlassenschaften des Kohlebergbaus nicht auf der Deponie landen, sondern wertschöpfend genutzt werden können, um Abgasentschwefelung zu betreiben und schwermetallhaltige Abwässer zu reinigen, ist tatsächlich ein doppelter Nutzen. Es sollte intensiv nach weiteren Möglichkeiten geforscht werden, um mit den unvermeidbaren Tagebaufolgen intelligent umzugehen und dabei in den betroffenen Regionen Industriearbeitsplätze zu schaffen."

"Der braune Eisenschlamm ist gefährlich und wertvoll zugleich. Wir dürfen allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass die negativen Tagebaufolgen überhaupt erst durch die Umwelt- und klimaschädliche Braunkohleverstromung entstehen, für die es im 21. Jahrhundert keine Rechtfertigung mehr gibt. Es kann nur einen nachhaltigen Weg zur Reduzierung dieser Probleme geben – deren Vermeidung durch den schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung."

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