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GRÜNES Gesetz zur Lehramtsausbildung eingebracht

Die Lehrerausbildung in Sachsen war in den vergangenen zehn Jahren ein Spielball der wechselnden Koalitionen. Erst wurde das alte Staatsexamen durch ein modernes Bachelor/Master-Studium ersetzt, unter Schwarz-Gelb gab es dann die überraschende Rolle rückwärts. Im Ergebnis studieren an den Hochschulen nun Lehramtsstudierende nach drei grundverschiedenen Modellen.

Ein Grund für dieses Chaos ist, dass in Sachsen im Gegensatz zu den meisten Bundesländern die Lehrerausbildung nicht per Gesetz, sondern durch Verordnungen im stillen Kämmerlein der Regierung geregelt wird. Die GRÜNE-Landtagsfraktion will das ändern und hat ein sächsisches Lehrerbildungsgesetz entworfen, das Alternativen zur derzeitigen rückwärtsgewandten Politik enthält. Dazu gehören Neuerungen wie eine Ausbildung nach Schulstufen statt Schularten, gleiche Ausbildungszeiten für alle Lehrämter, die Verankerung inklusiver Pädagogik in der Ausbildung für allgemein- und berufsbildende Schulen sowie ein Lehramt für inklusive Pädagogik als Erweiterung des klassischen Förderschullehramtes. Zudem sollen die Praxisanteile des Studiums erhöht und Masterprogramme für Seiteneinsteiger eingeführt werden.

Wir haben den Inhalt des Gesetzentwurfes über lange Zeit mit einer breiten Fachöffentlichkeit diskutiert. Die Reaktionen zeigten: Sachsen braucht die angestrebte Reform der Lehrerbildung, denn nur durch verlässliche Vorgaben können die Ausbildungsqualität verbessert, Studienabbrüche verringert und der Bedarf an gut ausbildeten, hoch motivierten Lehrerinnen und Lehrern gesichert werden.

» GRÜNES Gesetz zur Reform der Lehrerausbildung im Freistaat Sachsen (Sächsisches Lehrerausbildungsreformgesetz) (Drs. 5/14417)

» Eckpunkte zum GRÜNEN Gesetzentwurf

» Rede von Dr. Karl-Heinz Gerstenberg zur Einbringung des Gesetzentwurfes am 22. Mai 2014 im Sächsischen Landtag

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