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Weil Hochschulleben nicht im Büro passiert – GRÜNE Hochschultour 2013

Gesetze, Anträge, Anfragen – vieles, was die Hochschulpolitik prägt, wird am Schreibtisch entschieden. Und doch ersetzt alles Aktenstudium nicht den direkten Kontakt mit dem Alltag der Studierenden und Lehrenden. Viel besser kann man im Dialog mit den Beteiligten Probleme und Schwierigkeiten aufdecken, Lösungsmöglichkeiten finden und neue Ideen sammeln.

Diesem Credo folgend, hat sich der hochschulpolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, auch in diesem Jahr aufgemacht, um alle vier Universitäten und vier Fachhochschulen in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zittau, Mittweida und Freiberg zu besuchen. Seit dem 28. Oktober wurden und werden noch bis zum 5. Dezember in Gesprächen mit Hochschulleitungen, Studierendenvertretungen und den Besucherinnen und Besuchern unserer Infostände die aktuelle Hochschulpolitik und die Rahmenbedingungen der Arbeit der einzelnen Hochschulen diskutiert - und das mitunter kontrovers.

Im Mittelpunkt standen dabei Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Hochschulfinanzierung und der sozialen Lage der Studierenden. Übereinstimmend stellten alle Beteiligten fest, dass die aktuelle Finanzierung der Hochschulen an ihre Grenzen gerät und daher unbedingt verbessert werden muss.
Aber auch die Möglichkeiten der Hochschulen zur Weiterentwicklung der sächsischen Hochschullandschaft sowie die nötigen Rahmenbedingungen dafür nahmen große Teile der Gespräche ein. So wurden unter anderem die zunehmend befristeten Arbeitsverhältnisse der Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie das partielle Promotionsrecht für Fachhochschulen erörtert. Und gerade zu den geplanten Stellenkürzungen bis zum Jahr 2020 herrschte Einigkeit unter den Gesprächsteilnehmern: Bei steigenden Studierendenzahlen in Sachsen ist der Abbau von Stellen alles andere als sinnvoll und setzt falsche Signale.

Karl-Heinz Gerstenberg schätzt ein: „Auf der Tour hat sich erneut gezeigt, dass nichts den direkten Kontakt mit Vertreterinnen und Vertretern von Hochschulleitungen, Mittelbau und Studierenden ersetzen kann, wenn es darum geht, aktuelle Problemlagen zu erkennen und Lösungsvorschläge auf ihre Praktikabilität zu überprüfen. Die vielen Anregungen und Vorschläge, die wir aus den Gesprächen mitnehmen konnten, werden unsere Arbeit im Landtag merklich prägen. Es hat sich als richtig erwiesen, dass unsere Fraktion die bessere Grundfinanzierung der Hochschulen als einen Schwerpunkt ihrer Arbeit gewählt hat. Nur auf dieser Grundlage kann es gelingen, eine attraktive Lehre anzubieten und prekäre Beschäftigung zurückzudrängen.“

 

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