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Zur Prüfung krank? - Der Krankenschein muss reichen!

Immer wieder berichten Studierende, dass sie trotz einer ärztlichen Krankschreibung nicht von einer Prüfung befreit werden. Vielmehr wird von ihnen erwartet, dass sie den Prüfungsgremien im Detail darlegen, was genau sie haben und welche Symptome das mit sich bringt. In anderen Fällen wird es Studierenden mit psychologischen Erkrankungen nicht gestattet, eine Prüfung in der Art abzulegen, wie es ihr Krankheitsbild verlangt, zum Beispiel indem eine mündliche Prüfung auch schriftlich absolviert werden kann.

Für die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, Claudia Maicher und den gesundheitspolitischen Sprecher, Volkmar Zschocke, ist die Sache klar: Krankheit darf kein Hindernis für den Studienerfolg darstellen. Viele Prüfungsordnungen sehen eine alternative Prüfungsart bei ärztlich bestätigter Erkrankung bereits heute optional vor. Die Hochschulen selbst haben ein Interesse daran, dass möglichst wenige Studierende abbrechen. Wir erwarten daher, dass die Instrumente, die Studierenden mit Erkrankung ein möglichst zuträgliches Prüfungsumfeld schaffen sollen, auch konsequent genutzt werden.

Auch Studierende haben ein Recht auf ihre Würde. Kein Arbeitnehmer und keine Arbeitnehmerin muss bei einer Krankschreibung dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin mitteilen, aus welchem Grund er oder sie ausfällt oder gar, wie sich eine bestimmte Erkrankung bemerkbar macht. Das gleiche muss auch für Studierende gelten. Aus genau diesem Grund haben wir in einem eigenen Gesetzentwurf für das Hochschulgesetz mit dieser bis heute praktizierten Unart Schluss gemacht. Die ärztliche Krankschreibung muss reichen um ohne negative Konsequenzen von einer Prüfung zurücktreten zu können.

Hintergrund:
 
Eine Zusammenfassung und eine Synopse des GRÜNEN Hochschulgesetzes finden Sie hier > und hier > . Hier finden Sie den Gesetzentwurf >

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