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GRÜNE HOCHSCHULTOUR 2015

GRÜNE Hochschultour 2015
GRÜNE Hochschultour 2015

Kein Aktenstudium und keine Haushaltszahlen können den Blick in die Wirklichkeit an den sächsischen Hochschulen ersetzen, wenn Hochschulpolitik den Bedürfnissen dieser Bildungs- und Innovationsmotoren gerecht werden soll. Diesem Credo folgend, hat sich die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion, Dr. Claudia Maicher, im Herbst auf den Weg gemacht und alle sächsischen Hochschulstandorte besucht.
Vom 26. Oktober bis 27. November hat sie viele Gespräche mit Hochschulleitungen, StudierendenvertreterInnen, PersonalvertreterInnen und VertreterInnen des wissenschaftlichen Nachwuchses geführt, um sich über aktuelle Entwicklungen aber auch, Herausforderungen und Probleme zu informieren. Der thematische Schwerpunkt lag dabei auf den Arbeitsbedingungen von angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Die Zahlen bieten Grund zur Besorgnis. Nicht einmal mehr jede zehnte wissenschaftliche Fachkraft hat eine unbefristete Stelle. Wissenschaft lebt von Mobilität und dem Austausch neuer Ideen. Allerdings haben über zwanzig Prozent der befristeten Arbeitsverträge Laufzeiten von nicht einmal sechs Monaten.

Auch die Situation der Lehrbeauftragten gibt Anlass zur Sorge. Eigentlich sollen sie an Universitäten und Fachhochschulen als externe Experten die Lehre ergänzen. Jedoch haben Kleine Anfragen von Claudia Maicher ergeben, dass Lehre, die eigentlich durch festangestellte Hochschullehrer geleistet werden sollte, zunehmend durch Lehrbeauftragte abgedeckt wird. Grund genug, dem wissenschaftlichen Nachwuchs in den Gesprächen viel Platz einzuräumen.

Wir GRÜNEN setzen uns für planbare Karrieren statt prekäre, befristete Beschäftigungsverhältnisse ein (nachzulesen in unserem aktuellen Antrag zum Thema).

» GRÜNER Antrag "Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig verbessern" (Drs. 6/1873)

» Kleine Anfrage "Wissenschaftlicher Nachwuchs" (Drs. Drs 6/1040)

 

» Hier finden Sie den Rückblick auf die absolvierten Stationen:

» Hier finden Sie die Bilder zur Hochschultour

Auftakt der GRÜNEN Hochschultour in Leipzig

Claudia Maicher (l.) beim Start der GRÜNEN Hochschultour in Leipzig. Foto: GFSN

Am ersten Tag ihrer Hochschultour hat sich Claudia Maicher am 26. Oktober 2015 mit Michael Dobstadt und Thomas Riemer von der Mittelbauinitiative Leipzig getroffen. Die Initiative hat sich als Reaktion auf die prekären Arbeitsbedingungen und fehlenden Karriereperspektiven für wissenschaftliche Mitarbeiter an den Hochschulen gegründet. Im Gespräch wurden sowohl die Lösungsvorschläge der GRÜNEN Landtagsfraktion diskutiert, als auch völlig neue Ansätze besprochen.Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auch auf dem Grundkonflikt der Hochschulpolitik: Wie viel Autonomie sollten Hochschulen in ihren Entscheidungen haben und was muss der Gesetzgeber vorschreiben?

Im Anschluss bot die GRÜNE Landtagsfraktion am ersten Infostand Tour an der Mensa im Park der Universität Leipzig Informationen zum Thema an. Hier hatte Claudia Maicher Gelegenheit, mit Studierendenvertretern, HochschulmitarbeiterInnen und Vertretern des Studentenwerks Leipzig ins Gespräch zu kommen.

Darauf folgte ein Gespräch mit der Hochschulleitung der Universität Leipzig in großer Runde. Neben der Rektorin Frau Prof. Beate Schücking waren auch die Prorektoren für Entwicklung und Bildung – Prof. Thomas Hofsäss und Prof. Thomas Lenk – sowie die Kanzlerin Prof. Birgit Dräger anwesend, um mit der GRÜNEN-Abgeordneten über die drängendsten Fragen der Hochschulpolitik in Sachsen zu sprechen.
    Ein Schwerpunkt war die Situation der Lehrbeauftragten und der NachwuchswissenschaftlerInnen an den Universitäten. Es wurde hierbei sehr deutlich, dass die Grundfinanzierung der Hochschulen deutlich verbessert werden muss, statt immer neue zeitlich befristete Programme aufzulegen. Weitere Punkte waren der Hochschulentwicklungsplan 2025, die avisierte Absenkung der Studierendenzahlen und die Mitbestimmungsregelungen des sächsischen Hochschulgesetzes.

Den Abschluss des ersten Tourtages stellte die Podiumsdiskussion zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses dar. In der Alten Nikolaischule diskutierte Claudia Maicher zwei Stunden lang mit ihren Gästen. Im Podium erörterten mit ihr Prof. Beate Schücking (Rektorin Universität Leipzig), Dr. Thomas Riemer (Mittelbauinitiative Leipzig), Christiane Neumann (Lehrbeauftragtenvertretung Leipzig), Georg Teichert (Gleichstellungsbeauftragter Universität Leipzig) das virulente Thema. Sabine Gerold (ehem. GEW Vorsitzende) moderierte den Gedankenaustausch zwischen Podiumsgästen und Publikum über die Rahmenbedingungen, unter denen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute arbeiten. Dabei wurde auch auf die Auswirkungen der prekären Situation auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eingegangen. Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass es mehr Dauerstellen unterhalb der Professur bedarf, Kurzzeitkettenverträge nicht akzeptabel sind und auch für die Drittmittelbeschäftigten nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen. Hierbei wurde auch die Bildung von Drittmittelpools zur Übergangsfinanzierung, wie es die GRÜNEN Forderungen vorsehen, sehr begrüßt.  

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GRÜNE Hochschultour am 28.10. in Dresden

Der GRÜNE Infostand zur Hochschultour in Dresden. Foto: GFSN

Der zweite Tag der Hochschultour führte uns an die HTW Dresden.
GRÜNEN-Abgeordnete Claudia Maicher konnte sich zunächst mit dem Personalrat der HTW über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses an der HTW austauschen. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften, verfügt die HTW nur über sehr wenige wissenschaftliche Mitarbeiter. Aber auch hier waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass Kurzzeitbefristungen und Kettenverträge vermieden werden müssen. Ein weiteres Thema war die anstehende Novellierung des Personalvertretungsgesetzes. Dieses sollte auch für Wissenschaftliche Hilfskräfte und Lehrbeauftragte gelten.

Im Gespräch mit dem Rektor der HTW Dresden, Prof. Roland Stenzel und dem Prorektor für Forschung Prof. Knut Schmidtke tauschte sich Claudia Maicher über die den fortzuschreibenden Hochschulentwicklungsplan, den Änderungsbedarf beim Hochschulgesetz und über ein eigenes Promotionsrecht für Fachhochschulen aus.

Den Abschluss des zweiten Tour Tages stellte dann die Podiumsdiskussion zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses. Neben der grassierenden Unterfinanzierung der Hochschulen wurde auch sehr leidenschaftlich über die Rolle von wissenschaftlichen Mitarbeitern als "Verhandlungsmasse" bei Berufungsverhandlungen und über alternative Karrierewege diskutiert. Ebenso wurde deutlich, dass die Lösung vieler Probleme in einer soliden Grundfinanzierung der Hochschulen liegen würde, statt immer wieder einzelne Programme aufzulegen, die schon allein aufgrund ihrer zeitlichen Befristung keine nachhaltigen Lösungen der prekären Situation der NachwuchswissenschaftlerInnen zulassen. 

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GRÜNE Hochschultour am 4.11. in Leipzig

Die GRÜNE Hochschultour in Leipzig. Foto: GFSN

Heute hat die GRÜNE Hochschultour noch einmal Halt in Leipzig gemacht. Zunächst traf sich Claudia Maicher mit der Hochschulleitung der HTWK Leipzig: Prof. Thomas Fischer - Prorektor Lehre und Studium, Prof.G. Grande - Rektorin, Prof. Ma. Krabbes - Prorektor für Forschung. Zentrales Thema waren die Beschäftigungsverhältnisse für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an dieser Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Aufgrund der fehlenden Mittel existieren so gut wie keine Haushaltsstellen, die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen werden in Drittmittelprojekten beschäftigt. Die Grundfinanzierung der Hochschulen und eigene Forschungsmittel für Fachhochschulen wären ein geeigneter Schlüssel zur Behebung dieses Problems. Auch der Hochschulentwicklungsplan samt geplanter Reduzierung der Studierendenzahlen auf nur noch 95.000 waren Thema genau wie ein eigenes Promotionsrecht für Fachhochschulen.

Im Anschluss besuchte Claudia Maicher die Hochschule für Musik und Theater und konnte mit dem Rektorat der Hochschule - O. Grimm (Kanzler), Prof. M. Kürschner (Rektor), Prof. G. Fauth (Prorektor Studium), Prof. B. Schmid (Prorektor Künstlerische Praxis) - ins Gespräch kommen. Besonders intensiv wurde die Situation der Lehrbeauftragten besprochen. Diese arbeiten auf selbstständiger Basis zu z.T. sehr niedrigen Honoraren und müssen sich davon auch noch selbst versichern. An Kunst- und Musikhochschulen stellen Lehrbeauftragte allerdings fast die Hälfte des wissenschaftlichen Personals. Auch die Studiengebühren, die die HMT seit 2013 für Studierende aus Ländern von außerhalb der EU erhebt waren Thema des Gesprächs. 

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GRÜNE Hochschultour am 5.11. in Chemnitz und Freiberg

Gesprächen mit der Mittelbauvertretung in Chemnitz. Foto: GFSN
Treffen mit dem Rektorat der TU Bergakademie Freiberg. Foto: GFSN

Claudia Maicher war mit der Hochschultour in Chemnitz und Freiberg. In Gesprächen mit der Mittelbauvertretung in Chemnitz wurde über die Situation der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sicht der Betroffenen diskutiert. Vor allem der Drittmittelbereich verzeichnet besonders viele Kurzzeitbefristungen von Arbeitsverträgen.

Beim Treffen mit dem Rektorat der TU Chemnitz - Prof. C. Fasbender (Prorektor für Studium u. Lehre), Prof. H. Lang (Prorektor für Forschung), Prof. A. Schubert (Prorektor für Wissens- u. Technologietransfer), Prof. A. Van Zyl (Rektor) und Dr. Norbert Schettler - wurde im Anschluss über die finanziellen Rahmenbedingungen der Universität, die besonders viele Drittmittel einwirbt, und die Hochschulentwicklungsplanung in Sachsen, sowie die hochschulinterne Entwicklung gesprochen.

Ein kurzer Abstecher nach Freiberg brachte in einem Gespräch mit Prof. S. Rogler, Prorektorin für Bildung, und Prof. D. Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, darüber hinaus neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen der geplanten Änderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Natürlich waren Hochschulentwicklungsplan 2025, die Grundfinanzierung der Hochschulen und das Hochschulgesetz auch hier Thema.

Einen Tag voller interessanter Gespräche wurde durch unsere abendliche Podiumsdiskussion zum wissenschaftlichen Nachwuchs abgerundet. Nicht nur auf dem Podium auch mit dem Publikum wurde kontrovers über die Situation der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die GRÜNEN Lösungsvorschläge diskutiert. 

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GRÜNE Hochschultour am 9.11. in Zwickau und Mittweida

Erfahrungsaustausch im Rektorat der Hochschule Mittweida. Foto: GFSN
Die GRÜNE Hochschultour verlässt die großen Städte. In Zwickau wird Claudia Maicher von Rektor Prof. Gunter Krautheim begrüßt. Foto: GFSN

Die GRÜNE Hochschultour verlässt die großen Städte und besucht die Hochschulen in Zwickau und Mittweida.

In Zwickau wurde der  Claudia Maicher von Rektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau, Prof. Gunter Krautheim, begrüßt. Und auch im Rektorat der Hochschule Mittweida konnte GRÜNEN-Abgeordnete Maicher mit Matthias Baumgart (Referatsleiter Forschung), Prof. Ludwig Hilmer (Rektor) und Prof. Monika Häußler-Sczepan (Prorektorin für Studium) in regen Erfahrungsaustausch treten.

Die Gespräche mit den Rektoraten machte noch einmal sehr eindrucksvoll deutlich, welche Bedeutung den beiden Hochschulen für angewandte Wissenschaften als Bildungs- und Forschungsorte in der Region und darüber hinaus zukommt.

Aber auch das Thema der Hilfe für Geflüchtete spielte hier eine ganz besonders wichtige Rolle. Darüber hinaus waren es natürlich auch hier die Arbeitssituation der Wissenschaftlichen Mitarbeiter und die finanziellen Rahmenbedingungen - besonders bei der staatlichen Forschungsförderung - die die Themen der Gespräche dominierten. 

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GRÜNE Hochschultour am 16.11. in Zittau/Görlitz

Die GRÜNE Hochschultour in Zittau. Foto: GFSN

Die GRÜNE Hochschultour hat an ihrer östlichsten Station Halt gemacht. Gemeinsam mit Prof. Friedrich Albrecht, dem Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, Prof. Christa Maria Heidger, der Prorektorin für Bildung und der Kanzlerin Frau Karin Hollstein konnte Claudia Maicher aktuelle Fragen der Hochschulpolitik besprechen.

Dem Schwerpunktthema der Hochschultour entsprechend, wurde zunächst die Situation der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hochschule erörtert. Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften verfügt Zittau/Görlitz über keinen Mittelbau. So gut wie alle wissenschaftlichen MitarbeiterInnen sind auf Drittmittelprojekten beschäftigt. Umso wichtiger ist es, dass die Laufzeit der Arbeitsverträge der Laufzeit der jeweiligen Projekte entspricht. Auch die Idee von Drittmittelpools, wie im GRÜNEN Antrag zur Verbesserung der Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses gefordert, wurde konstruktiv diskutiert. Damit aber auch themenfreie Forschung an Fachhochschulen wieder möglich wird, hat Claudia Maicher noch einmal unsere Vorstellungen zu einem eigenen Fachhochschulanteil an der Landesforschungsförderung dargestellt. Das Ansinnen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ein eigenes Qualifizierungsprogramm für wissenschaftliche MitarbeiterInnen an Fachhochschulen einzufordern unterstützen wir. Es würde einen ersten Schritt hin zu projektunabhängiger Qualifizierung von akademischen MitarbeiterInnen an Fachhochschulen bedeuten.

Die Ereignisse des vergangenen Wochenendes haben den Austausch überschattet. In einer Schweigeminute haben die Mitglieder des Rektorates und Claudia Maicher gemeinsam der Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht.  

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GRÜNE Hochschultour am 24.11. in Dresden

Die GRÜNE Hochschultour erneut in Dresden. Foto: GFSN

Die GRÜNE Hochschultour machte ein weiteres Mal Station in der Landeshauptstadt. Zunächst traf sich Claudia Maicher mit Matthias Flügge, dem Rektor der Hochschule für Bildenden Künste. Es wurden die Folgen der geplanten Absenkung der Studierendenzahlen, insbesondere für Kunsthochschulen mit traditionell wenigen Studierenden, besprochen, aber auch die Hochschulfinanzierung war ein Thema. Besonders wichtig sind die Zielvereinbarungen, die die Staatsregierung mit den Hochschulen geschlossen hat. Wenn nicht alle Ziele erreicht werden können, drohen den Hochschulen empfindliche Einbußen in ihrer Finanzierung. Als Kulturpolitische Sprecherin nutzte Claudia Maicher die Gelegenheit, auch über die Chancen von Frauen und Männern im Kunstbetrieb, die Arbeitsbedingungen von Kunsthochschulabsolventen und über die Kreativwirtschaft zu sprechen.

Unser Infostand fand diesmal nicht vor der Tür, sondern in der Alten Mensa in Dresden statt. Angesichts der doch sehr kühlen Temperaturen sehr zu jedermanns Erleichterung.

Das Gespräch mit dem Rektorat der Technischen Universität Dresden entsprach ganz und gar dem Schwerpunkt der diesjährigen Hochschultour. Auch wenn andere hochschulpolitische Themen angesprochen wurden, das Thema der Situation der wissenschaftlichen Mitarbeiter an der TU Dresden - und in Sachsen im Allgemeinen - dominierte deutlich. Es wurde durchaus kontrovers darüber diskutiert, wie Freiheit von Hochschulen und sichere und planbare Arbeitsverhältnisse unter einen Hut zu bringen sind. Wieder einmal wurde auch hier deutlich - ohne ausreichende Grundfinanzierung geht es nicht. Statt immer neuer Programme braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.

Aber natürlich redete Claudia Maicher nicht nur über, sondern auch mit den Betroffenen. Das Treffen mit der Mittelbauinitiative der TU Dresden fand - auch das eine neue Erfahrung - in der Alten Mensa der TU Dresden statt. Besonders wurde über die Gründe gesprochen, die zu (Kurzzeit-)Befristungen führen, auch wenn eigentlich genügend Mittel für längerfristige Beschäftigung da sind. Ein interessanter Punkt, der auch schon bei den Podiumsdiskussionen angesprochen wurde war, ob die Bindung von Personalstellen an einzelne Lehrstühle alternativlos ist. Und es wurde klar, dass vieles, was die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten, weit über das eigentliche Pflichtprogramm hinausgehen, damit Studium und Lehre gesichert bleiben.

Die GRÜNE Hochschultour bleibt in Dresden und macht am 27.11. an der Hochschule für Musik in Dresden Halt.   

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GRÜNE Hochschultour am 27.11. in Dresden

Die GRÜNE Hochschultour 2015 macht ein letztes Mal Station in Dresden. Claudia Maicher besuchte die Hochschule für Musik in Dresden. Anlässlich der Demonstration von Lehramtsstudierenden erst eine Woche zuvor, war die Lehramtsausbildung natürlich ein großes Thema des Gespräches. Bedauerlicherweise ist es so, dass die lehramtsausbildenden Hochschulen keinen wirklichen Einfluss auf den Vorbereitungsdienst haben. Entsprechend groß war die Überraschung über die geplanten Änderungen beim Referendariat, die z.B. mehr Unterrichtsstunden für Lehramtsanwärter vorsehen, zu einer vergleichsweisen geringen Vergütung. Sinnvoll wäre auch die Möglichkeit, Lehramtsabsolventen im Referendariat die Möglichkeit zu bieten, ihre Erlebnisse und Erfahrungen in der Praxis regelmäßig reflektieren zu können.

Weiteres Thema war die anstehende Überarbeitung des Hochschulentwicklungsplanes und die Auswirkung der anvisierten Reduzierung der Studierendenzahl auf die Hochschule. Als Musikhochschule ist das Thema der Lehrbeauftragten natürlich besonders präsent. Hier besprachen die TeilnehmerInnen aber nicht nur die Möglichkeiten deren Arbeitsbedingungen zu verbessern, sondern auch Wege um deren Mitsprache an den Hochschulen möglich zu machen.

Die Hochschultour 2015 hat damit einen würdigen Abschluss gefunden. Es waren vier anstrengende aber in jedem Fall lohnende Wochen. Claudia Maicher konnte an allen Hochschulstandorten viele Gespräche mit Studierenden, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, Personalvertretungen und Hochschulleitungen führen. Die drei Podiumsdiskussionen in Leipzig, Dresden und Chemnitz waren ein voller Erfolg. Viele wichtige Anregungen und Sichtweisen zum Thema der Arbeitssituation junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind ausgetauscht wurden. Nun muss es darum gehen, dass diese große Herausforderung auch auf der politischen Ebene die Beachtung findet, die sie verdient hat. Letztlich hängt Sachsens Zukunft davon ab, ob es gelingt, aus der Arbeit in der Wissenschaft einen echten Traumjob zu machen.

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