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11. Sächsischer Klimakongress: "Klima kennt keine Grenzen"


Nach dem historischen Klimaschutzabkommen von Paris im Dezember 2015 war der Optimismus groß: Jetzt endlich würden sich auch die großen Wirtschaftsmächte zu wirksamen Maßnahmen gegen die Erderwärmung verpflichten. Doch nur kurze Zeit später ist die globale Gemengelage eine ganz andere. Der neue amerikanische Präsident, Donald Trump, kündigte den Austritt aus dem Abkommen an und verspricht eine Renaissance der Kohle. Populistinnen und Populisten aller Coleur stellen internationale Institutionen und Verträge generell zur Disposition und setzen auf nationalen Egoismus. Was nun?

Beim 11. Sächsischen Klimakongress am Samstag, 2. Dezember 2017, sprach Dr. Felix Matthes vom Ökoinstitut über neue Wege und bisher undenkbare Optionen. Die drei Wirtschaftsräume China (28 Prozent), die EU (zehn Prozent) und Indien (sieben) können zusammen fast die Hälfte der globalen Emissionen beeinflussen.
Mit der Entscheidung, sich aus jeglicher Verantwortung für die Lösung der größten globalen Probleme der Menschheit zurückziehen zu wollen, löst Trump eine Entwicklung aus. Am Ende werden neue globale Allianzen stehen – und eine USA im Abseits. Und es erfolgt unter dem Druck einer weltweiten Jetzt-erst-recht-Stimmung, die bereits 2016 bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch überzeugend Wirkung zeigte.

Jetzt ist genau der Zeitpunkt, wo sich Politik zu entscheiden hat: Auf welcher Seite stehen wir?! Und zwar von der kommunalen Ebene bis zu den Nationalstaaten. Die Frage, mit wem man sich verbünden will, ist eine Grundsatzentscheidung. Gehört man zu denen, die im Klimaschutz Notwendigkeit und Chance zugleich sehen. Oder will man Bremser oder gar Verhinderer sein? Sie ist jetzt zu fällen. Denn es gibt auch unter den Kommunen, den Bundesländern und den EU-Mitgliedern Vorreiter und Verweigerer.


» Rückblick: "Klima kennt keine Grenzen" - Das war der Klimakongress 2017

» Bilder vom 11. Sächsischen Klimakongress

         

Programm

Programm

09:30 Uhr: Anmeldung

10:00 Uhr: Begrüßung und Einführung
Volkmar Zschocke, Vorsitzender, GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag

10:30 Uhr: Input "Wer sind die neuen Partner im globalen Klimaschutz?"
Dr. Felix C. Matthes, Ökoinstitut Berlin

10:50 Uhr: Input "Blockade im Föderalismus? - Wie arbeiten Bund und Länder zusammen?"
Tobias Goldschmidt, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein

11:20 Uhr: Kaffeepause

11:50 Uhr: Video-Input "Sachsen als Vorreiter beim Klimaschutz?"
Prof. Dr. Claudia Kemfert, DIW Berlin

11:55 Uhr: Input "Koppelt sich Sachsen ab?"
Dr. Gerd Lippold, klima- und energiepolitischer Sprecher, GRÜNE-Fraktion im Sächsischen Landtag

12:10 Uhr: Input "Das Gasnetz als verbindende Infrastruktur für Strom, Wärme und Verkehr"
Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender, Verbundnetz Gas AG

12:30 Uhr: Diskussion mit allen bisherigen Referenten

13:15 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Parallele Foren

A1) IT-Sicherheit von Strom- und Gasnetzen: Brauchen Stadtwerke neue Partner?
Rainer Stock, Bereichsleiter Netzwirtschaft, Verband kommunaler Unternehmen (VKU)
Matthias Dalheimer, Chaos Computer Club (CCC)
Moderation: Dr. Gerd Lippold

A2) Überall hin, alles drin - Ein GRÜNER Mobilpass statt Tarifdschungel?
Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher, GRÜNE-Fraktion im Bundestag
Ueli Stückelberger, Direktor, Verband öffentlicher Verkehr (VÖV), Schweiz
Moderation: Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin, GRÜNE-Landtagsfraktion Sachsen

A3) Blockaden auflösen: Wie wird aus Klimaschutzkonzepten eine klimagerechte Stadtplanung?
Bernhard Herrmann, Stadtrat, GRÜNE-Stadtratsfraktion Chemnitz
Prof. Dr. Kristine Kern, Leibniz Institut für Raumbezogene Sozialforschung
Moderation: Eva Jähnigen, Umweltbürgermeisterin der Stadt Dresden

A4) Gibt es ein Leben ohne Plastikmüll? - Workshop
Matthias Jobke, Experiment "Leben ohne Plastik"
Berit Heller, Loseladen Dresden
Moderation: Volkmar Zschocke

16:30 Uhr: Resümee mit Volkmar Zschocke

17:00 Ende

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