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Kritische Auseinandersetzung mit dem Buch „Die kalte Sonne“

Am Mittwoch, dem 27. Juni 2012, fand die erste Diskussionsrunde mit dem sächsischen Klimawissenschaftler Wilfried Küchler und Johannes Lichdi, dem klimapolitischen Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Sächsischen Landtag, statt.

Rund 40 Gäste wollten sich in der Grünen Ecke, am Bischofsplatz 6 in Dresden, über das Buch "Die kalte Sonne - Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet" des RWE-Managers Fritz Vahrenholt (Chemiker) und Sebastian Lüning (Geologe) informieren und mitdiskutieren.

Vahrenholt leugnet den Klimawandel in seinem Buch nicht, bestreitet aber die dominante Rolle der Treibhausgase. Er führt das Laienpublikum auf fachliche Ebenen, die dieses in der Regel nicht nachvollziehen kann und erweckt so relativ unproblematisch den Anschein von Wissenschaftlichkeit. Insgesamt also ein nicht ungeschicktes Vermischen von realen Fakten, Mutmaßungen und wackligen Thesen.

Die Botschaft ist klar: Kohle, Öl und Gas können ganz beruhigt weiter genutzt werden, natürlich auch die Atomkraft. Warum? Weil der Weltklimarat die Rolle der Sonne herunterspielt und somit in seinen Aussagen zur Klimazukunft irrt. Denn der Klimawandel wird, so behauptet er, in den nächsten Jahrzehnten infolge einer "Kalten Sonne" pausieren.

Die Buchautoren stützen sich dabei vor allem auf die drei folgenden Thesen:

  • Seit 1998 erwärmt sich die Erde nicht mehr. Der Klimawandel hat gestoppt.
  • Kosmische Strahlung verursacht den Klimawandel.
  • Wegen sinkender Sonnenaktivität wird der Klimawandel pausieren.


Winfried Küchler nahm sich in seiner Diskussionsreihe diese Hauptthesen vor und deckte die dahinterliegenden Interessen der sogenannten Klimaskeptiker auf.

Die Grüne Landtagsfraktion bedankt sich bei allen teilnehmenden Gästen und lädt alle interessierten Bürger zu den kommenden Buchbesprechungen mit Winfried Küchler ein.

 

Informationen und Hintergründe zum Thema Klima finden Sie hier.

Weitere Informationen zu kommenden GRÜNEN-Veranstaltungen gibt es hier.

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