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Ei, Ei, Ei,...

85 Prozent aller in Sachsen hergestellten Eier stammen aus Massentierhaltung.
Foto: Kochtrotz (flickr.com), Lizenz CC BY-ND 2.0, Bildausschnitt

Gerade vor Ostern schauen die Verbraucherinnen und Verbraucher genauer hin: Woher kommt ihr Ei auf dem Frühstückstisch? Traurige Nachricht: In Sachsen stammen die meisten Eier aus Massentierhaltung. 

Knapp 85 Prozent aller Legehennen in Sachsen leben in Bodenhaltung. Das sind rund 3,1 Millionen Tiere, die sich teils zu neunt auf einem Quadratmeter Stallfläche drängen. Bis zu 6.000 Hennen teilen sich ein Stallabteil.

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich aus eben diesen Gründen für Bio-Eier entscheiden, müssen genau hinsehen. Denn: Bereits gefärbte Ostereier müssen nicht gekennzeichnet werden. Auf diesem Weg gelangen oft Eier aus Bodenhaltung oder gar Käfighaltung unerkannt in den Einkaufskorb. Grund hierfür ist eine Lücke in der Kennzeichnungspflicht, denn die Pflicht beschränkt sich derzeit auf rohe, unverarbeitete Eier.

Wir GRÜNEN setzen auf artgerechte Haltungsbedingungen, zu denen Tageslicht, eine grüne Wiese oder die Möglichkeit des 'Sandbadens' der Hühner gehören. Realität in Sachsen ist leider, dass sich zahlreiche Tierfabriken dank üppiger Förderung durch die Sächsische Staatsregierung ansiedeln. Deshalb wollen wir Förderprogramme an Naturschutz- und Tierschutzziele koppeln, so dass riesige Tierfabriken künftig leer ausgehen, wenn sie sich nicht am Wohl der Tiere und der Umweltverträglichkeit der Ställe orientieren.

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