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Geplante Geflügelzuchtanlage Lunzenau stößt auf große Skepsis bei Anwohnern

Das mittelsächsische Lunzenau ist kein Einzelfall: mit der Unterstützung des Bürgermeisters wird eine Geflügelaufzuchtanlage auf den Weg gebracht - trotz großer Bedenken der Anwohner. Immerhin saßen Befürworter und Gegner auf Initiative der GRÜNEN-Landtagsfraktion gemeinsam an einem Tisch, um ihre Argumente auszutauschen. Der Einladung zur Diskussion waren rund 40 Personen gefolgt.

In einem Vortrag klärte Eckard Wendt, Vorsitzender der AgfaN e.V., über Folgen für Mensch, Tier und Umwelt einer Aufzuchtanlage auf. Anschließend wurde die Diskussion eröffnet. Der Bürgermeister von Lunzenau, Ronny Hofmann (CDU), sprach sich erneut für den Bau der Anlage aus, die die Sächsischen Farmbetriebe GmbH in Stadtnähe errichten wollen. Die Mehrheit der Stadträte versprechen sich von der Ansiedlung der Großanlage Steuereinnahmen und Arbeitsplätze (2-4). Die Herabsetzung der Lebensqualität und die Umweltbelastung durch die Geflügelzuchtanlage, wie sie von Anwohnern beklagt wird, blieben von den Entscheidungsträgern hingegen unbeachtet.
Der Abend machte deutlich, dass die Anlage von einer Mehrheit nicht gewollt ist. Nächste Schritte für die Gegnerinnen und Gegner industrieller Tierhaltung in Lunzenau sind die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen des Investors, zu denen erneut Stellung bezogen werden kann, und der Ausgang einer Petition im Petitionsausschuss des sächsischen Landtags.

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