Zum Inhalt springen

Nie wieder Fleisch - ein klares Jein

Über 200 Menschen diskutierten in Dresden über Fleischkonsum

Nie wieder Fleisch? - Auf diese Frage suchten die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer des gleichnamigen Dokumentarfilms eine Antwort. Denn, so viel stand rasch fest, ein einfaches "Ja" oder "Nein" gibt es an dieser Stelle wohl nicht. Selbst die Podiumsgäste wollten keine Vorgabe machen, da am Ende jede und jeder diese Frage für sich selbst beantworten muss.

In Dresden kamen über 200 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Schauburg, um sich den Film gemeinsam mit der Regisseurin Jutta Pinzler und der Redakteurin Kathrin Bronnert anzusehen. Beide waren angereist, um im Anschluss mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Auf die Frage, was sie während der Dreharbeiten am meisten bewegt habe, antwortete Frau Pinzler: "Bei all dem Tierleid, das ich zu sehen bekommen habe, haben mich dennoch die Auswirkungen des zügellosen Fleischkonsums auf die Menschen in Südamerika am stärksten berührt." Dort, wo mit riesigen Monokulturen das Futter für Millionen Tiere produziert wird, verelenden Kleinbauern, sterben Kinder durch den massiven Einsatz von Pestiziden und verderben Böden, die früher die Einheimischen ernährt haben. Für Jutta Pinzler und Kathrin Bronnert steht fest: Nach der Produktion dieses Filmes ist ihnen der Appetit auf Fleisch vergangen.

Für alle, die auf einen Sonntagsbraten dennoch nicht verzichten wollen, schlug Claudia Clemens vom GÄA e.V. vor, genau auf die Herkunft des Fleisches zu achten. Ökobetriebe, die in einem Verband wie dem GÄA e.V. organisiert sind, produzieren nach den strengsten Standards und werden regelmäßig kontrolliert. Das Ergebnis ist Qualitätsfleisch aus artgerechter und umweltschonender Haltung. Für Claudia Clemens gehören Ackerbau und Viehzucht zusammen. Nur so lassen sich in den Betrieben weitestgehend geschlossene Stoffkreisläufe organisieren, nachhaltig wirtschaften und die Ressourcen schonen.

 

 

Politikfelder