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Obst und Gemüse mit illegalen Pestiziden

In mehreren Dresdner und einem Bannewitzer Supermarkt sind verbotene Pestizide in Obst und Gemüse entdeckt worden. U.a. betrifft es in Dresden Filialen von Aldi, Lidl aber auch die Lebensmittelabteilung von Karstadt (REWE) sowie EDEKA; in Bannewitz Real.

Die GRÜNE-Fraktion fordert angesichts dieser Funde eine unverzügliche Verdopplung der staatlichen Lebensmittelkontrollen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen unverzüglich und konkret über Gefahren in Lebensmitteln aufgeklärt werden. Auch richtete sie einen Appell an alle aber insbesondere an die Betreiber der oben genannten Lebensmittelgeschäfte im Interesse der Verbraucher, künftig nur unbelastetes Obst und Gemüse zu verkaufen.

Bis die Staatsregierung die Lebensmittelkontrollen verschärft hat, bleibt den Dresdner Verbraucherinnen und Verbrauchern, nur der Griff nach heimischem Obst und Gemüse aus Sachsen. Nach dem Erkenntnisstand der GRÜNEN-Fraktion wurden keine verbotenen Pestizide in sächsischen Produkten gefunden. 

Lebensmittelprüfer von Greenpeace hatten Ende letzten Jahres bundesweit stichprobenartig Äpfel, Kopfsalat, Rucola und Tomaten auf Rückstände von verbotenen, so genannten „illegalen“ Pestiziden getestet. Dabei stellte sich heraus, dass bei 29% der insgesamt 84 untersuchten Proben bei Aldi, EDEKA, Real, Tengelmann und Wal-Mart krebserregende, akut giftige wie auch nervengiftige Pflanzenschutzmittel in deutschem Obst und Gemüse gefunden wurden. Die größte Belastung mit illegalen Pestiziden wurde bei spanischem Paprika festgestellt. In jeder zweiten Paprikaprobe wurde das hochgefährliche Insektengift Isofenphos-Methyl gefunden, das in der EU nicht zugelassen ist. Greenpeace Deutschland vermutet, dass das Präparat aus China illegal nach Spanien eingeschleust wurde. Aber selbst in China ist der Einsatz dieses Mittels bei Obst und Gemüse verboten. 
  
In Dresden fanden die Prüfer bei REWE / Karstadt, bei ALDI in der Chemnitzer Straße und bei Lidl in der Budapester Straße belastetes Gemüse. REWE Karstadt verkaufte Rucola, der mit dem akut giftigen Spinosad belastet war. Aldi und Lidl hatten den stark mit Isofenphos-Methyl belasteten spanischen Paprika im Verkauf.
Außerdem führte ebenso Real Gemüse mit Rückständen verbotener Pestizide. Das waren spanischer Paprika und Kopfsalat mit dem  krebserregenden Oxadixyl. Außerdem wurden in Bannewitz (Real) sowie bei EDEKA (Hellerstraße) in Dresden Äpfel und bei Karstadt in der Landeshauptstadt Kopfsalat mit fragwürdigen Pestizidrückständen („Zulassungsstatus derzeit unbekannt“) aufgefunden.

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