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Flächendeckend 100 MBit/s bis 2025? - Davon sind noch viele Landkreise weit entfernt!

Sachsens Regierung - namentlich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und sein Stellvertreter Martin Dulig (SPD) - wird nicht müde, schnelles Internet >> bis in jede Ecke des Landes<< zu versprechen.

Doch es gibt auch nach der Einigung der Staatsregierung mit dem Bund über die vollständige Übernahme des kommunalen Anteils beim Breitbandausbau durch den Freistaat Probleme. Stellte bislang der Eigenanteil der Kommunen beim Ausbau des Internets in Höhe von 10 Prozent eine große Hürde dar, ist es nun ein Passus in der sächsischen Förderrichtlinie DiOS. Danach gelten Gebiete, in denen mindestens 30 MBit/s Downloadgeschwindigkeit erreichbar sind, als versorgt mit der Konsequenz, keine Förderung für einen weiteren Ausbau zu bekommen. Und so droht etlichen Haushalten in Sachsen die Unterversorgung beim schnellen Internet. Das betrifft zu 49 Prozent mittelsächsische Haushalte, 53 Prozent der Haushalte im Landkreis Leipzig und 59 Prozent im angrenzenden Nordsachsen. Es sind 61,4 Prozent der Haushalte im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge betroffen, knapp 64 Prozent in den Kreisen Meißen und Vogtland, knapp 60 Prozent im Landkreis Görlitz und im Erzgebirge, 66,3 Prozent im Kreis Bautzen und 72 Prozent im Landkreis Zwickau.

"Wenn die Staatsregierung ihre Breitbandstrategie nicht schnellstens nachbessert, drohen wieder etliche weiße Flecken beim schnellen Internet", ist Dr. Claudia Maicher, netzpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sachsen überzeugt.

» Pressemitteilung "In Sachsen drohen etliche weiße Flecken beim Breitbandausbau" (14. Mai 2018)

 

 

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