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Sozialpolitik - Investitionen in ein solidarisches und selbstbestimmtes Miteinander

Es gibt eine Tendenz in der öffentlichen Diskussion, den Sozialstaat allein als einen lästigen Kostenfaktor zu behandeln. Dabei wird die grundlegende Bedeutung von Sozialpolitik übersehen: sie ist die geschichtlich hart erkämpfte Form staatlich regulierter Solidarität in einer Gesellschaft, die sich selbst oft als unsolidarisch bezeichnet.
Wo die Sorge füreinander schwieriger wird, weil sich Werte, Lebens- und Arbeitsformen grundlegend wandeln, muss der Staat handeln.

Das Ziel von Sozialpolitik muß es sein, das Bürgerrecht auf soziale Teilhabe und Chancengleichheit zu gewährleisten. Und wir müssen aus Ansprüchen auf Fürsorge, Befähigungen machen: Befähigungen zur Hilfe und Solidarität, zur Eigenvorsorge, zu einem neuen Füreinander in der Gesellschaft, dass nicht allein von staatlichen Leistungen abhängig ist. Aufgrund von sozialer Herkunft, von ungleich verteilten Kompetenzen und Bildungschancen, sind Menschen unterschiedlich aktivierbar. Statt Eigeninitiative einfach nur abzufordern, müssen wir in diese Grundkompetenzen investieren und sie fördern.

Sozialpolitik darf nicht der Versuchung erliegen, sich nur kurzfristig und an wahlpolitisch Erwägungen zu orientieren. Aufgabe ist, präventiv auch langfristigen Herausforderungen zu begegnen.

Aktuelle Pressemeldung

28. August 2010

Die Diskussion um die BildungsCard geht an Realität in Sachsen vorbei

Die Diskussion um die BildungsCard für Kinder aus Hartz-IV-Familien oder von Eltern mit geringem Einkommen geht für viele Kinder in Sachsen an der Realität vorbei. Modell für die von Bundesministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagene Bildungscard ist eine zehnjährige Praxis in Stuttgart. Doch jeder weiß: Die Unterschiede zwischen den Angeboten in einer Stadt wie Stuttgart und dem ländlichen... [mehr]


Aktueller Redebeitrag

16. Juni 2010

"Mehr Wert"-Demo - Wer an den falschen Stellen kürzt, spart nicht nur an der Zukunft, sondern gegen den Willen von breiten Teilen der Bevölkerung

"Am heutigen Tag haben tausende Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiter und Künstler in einem breiten Bündnis gezeigt, dass sie sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Diese Solidarität ist wichtig, denn es geht es bei dem kommenden Doppelhaushalt nicht um die üblichen Verteilungskämpfe, in denen jeder Bereich meint, dass er natürlich der Wichtigste ist.... [mehr]


Kontakt

Elke Herrmann

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon: 0351 / 493 48 48
Telefax: 0351 / 493 48 09

elke.herrmann(at)slt.sachsen.de

www.buergerbuero-elke-herrmann.de

"Kinderleicht? Minderjährige Mütter in Sachsen"

Informationen zur Wanderausstellung unter

kinderleicht.gruene-fraktion-sachsen.de

Dokumentation des Fachgespräches vom 25. November 2008
(PDF, 2 MB)

Teilhabe in Sachsen - Chancen, Möglichkeiten, Barrieren. Die Eingliederungshilfe als Garant für gesellschaftliche Partizipation?

Dokumentation des Fachgesprächs im Sächsischen Landtag am 8. Juli 2008 (PDF)

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