Zum Inhalt springen

Grüne fordern langfristiges Handlungskonzept gegen Gewalt in und um Fußballstadien

Nach den schweren Ausschreitungen beim Spiel des 1. FC Lok Leipzig gegen die 2. Mannschaft von Erzgebirge Aue am 10. Februar bekräftigt Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin, die Forderung der GRÜNEN-Fraktion nach einer verbesserten Fußballfansozialarbeit in Sachsen. Bestätigung erfährt sie dabei von DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, der Sachsen ermahnt, mehr in die in Sachsen unterentwickelte Fußballfansozialarbeit zu investieren. Auch Experten sind sich einig, dass eine breit angelegte und professionelle Fußballfan-Sozialarbeit ein langfristig wirksames Instrument ist, um derartige Gewalteskalationen zu verhindern.

Die Staatsregierung hingegen bleibt stur. Beim Thema Gewaltprävention steckt sie den Kopf in den Sand, hofft, dass sich die Probleme mit Hilfe immer härterer Strafen von selbst erledigt und bürdet den Kommunen und Vereinen finanzielle Mehrbelastungen auf.

Statt Law- und Order-Kosmetik durch die Staatsregierung fordert die GRÜNE-Fraktion ein langfristig angelegtes Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt im Zusammenhang mit Fußballspielen. Zweitens fordert sie die Staatsregierung auf, eine Expertise 'Gewalt im sächsischen Fußball' in Auftrag zu geben, die sowohl Ursachen erforscht als auch gewaltpräventive Arbeit von Fanprojekten evaluiert, und drittens müssen zusätzliche Landesmittel für Fansozialarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Politikfelder