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Damit der Gast nicht auf der Strecke bleibt

Unter dem Motto "Damit der Gast nicht auf der Strecke bleibt" fand gestern (26.3.) die Ergebnispräsentation der GRÜNEN-Studie zum touristischen Wegenetz in Eibenstock statt. Im Eibenstocker Rathaus begrüßte Bürgermeister Uwe Staab die rund 35 Gäste. Er betonte, dass die touristischen Wege als "Lebensadern" der Tourismusregion Eibenstock eine wichtige Funktion erfüllen. Allerdings gäbe es eine Reihe von Problemen, die aufgrund von Mehrfachnutzung, komplizierter Eigentumsverhältnisse und der damit einhergehenden Verkehrssicherungspflicht entstehen. Darum habe er sich gefreut, dass Eibenstock als Refernzregion ausgewählt wurde, um im Rahmen der von der GRÜNEN-Landtagsfraktion in Auftrag gegebenen Untersuchung die Situation vor Ort analysieren und konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeiten zu lassen.

Michael Weichert, tourismuspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion, versprach, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Untersuchung in die Tourismuspolitik im Landtag einfließen zu lassen und der Staatsregierung konkrete Vorschläge zu unterbreiten, z.B. wie die Finanzierung der Wegeinstandhaltung nachhaltig sichergestellt werden kann. So wie die GRÜNE-Landtagsfraktion die Erarbeitung des aktuellen Tourismuskonzeptes des Freistaats Sachsen kritisch begleitet hat, wird sie auch bei deren Umsetzung genau hinsehen.

Manfred Böhme, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes Sachsen und Auftragnehmer der Studie, stellte anschließend die Ergebnisse vor. Steigende Erwartungen der Gäste einerseits und begrenzte finanzielle Mittel andererseits zwingen zur Fokussierung auf ausgesuchte touristische Wege. Klasse statt Masse lautet das Motto beim Ausbau der Wege in der Region Eibenstock. Gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung und dem Staatsbetrieb Sachsenforst wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, die die Attraktivität der Wege rund um Eibenstock verbessern helfen. Außerdem sollen künftig regelmäßige und frühzeitige Absprachen zwischen den Akteuren stattfinden, um eventuelle Konflikte, die zum Beispiel im Fall von Wegesperrungen wegen Holzeinschlag entstehen können, bereits im Vorfeld zu klären.

Am 8. Mai werden die Ergebnisse auf einer Veranstaltung in Dresden auch den 15 Regionen vorgestellt, die sich neben Eibenstock um die Studie beworben hatten.

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