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Ausbau der Elbe auf tschechischer Seite wäre eine Katastrophe

CDU/CSU und SPD im Bundestag stellen den Antrag, mit Tschechien einen Staatsvertrag zur ganzjährigen Schiffbarkeit der Elbe abzuschließen. Damit würden die Pläne des Nachbarstaates, weitere Staustufen an der Elbe zu bauen, direkt unterstützt und ein Ausbauzwang auf die Elbe auch auf deutscher Seite aufgebaut.
Sie ignorieren dabei die ökonomische Bedeutung eines intakten Naturraums. Dieser ist die Basis für die herausragende wirtschaftliche Entwicklung des Elberadweges, dessen Umsätze die der Güterschifffahrt um das Mehrfache übertreffen.

Gestern machte sich der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sachsen, Wolfram Günther, mit journalistischer und fachlicher Begleitung u.a. gemeinsam mit den tschechischen Aktivisten Jiří Škoda und Petr Globočník auf der Elbe ein Bild vom geplanten Standort der neuen Staustufe hinter Decin.

Eine Umsetzung dieser Pläne wäre eine Katastrophe für die hier besonders selten gewordene wertvolle Weichholzaue. Mit den Experten vor Ort diskutierten wir insbesondere die Ausprägung der nach europäischem Recht geschützten Weichholzaue. Dieser Lebensraum wurde bisher von den tschechischen Behörden nicht als Europäisches Schutzgebiet gemeldet. Weitere Themen waren neben den Ausbauplänen der Elbe auf tschechischer Seite die Hochwasserproblematik und mangelnde Retentionsflächen, die zukünftige abnehmende Bedeutung der Binnenschifffahrt auf der Elbe, der Artenschutz sowie touristische Potenziale der Elberegion.

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