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SAXGRÜN32 - Mobilität von gestern?

Liebe Leserin,
lieber Leser,

Sachsen war einst Pionierland der Eisenbahn. 1839 fuhr auf der Strecke zwischen Leipzig und Dresden die erste Ferneisenbahn in Deutschland. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besaß Sachsen das dichteste Eisenbahnnetz Europas.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einige Strecken nicht mehr bedient, auch später in den 60er und 70er Jahren wurden kleinere Strecken eingestellt. Für notwendige Modernisierungen fehlten zu DDR-Zeiten zumeist die Mittel.

Seit 1990 fand unter den CDU-geführten Staatsregierungen ein beispielloser Abbau des Nahverkehrs in Sachsen statt, der die ländlichen Regionen hart traf. Über 50 Eisenbahnstrecken sind seit der Wende stillgelegt und zum Teil durch Rückbau von Gleisen dauerhaft dem Bahnverkehr entzogen worden.

Dabei ist Mobilität heute mehr denn je unverzichtbarer Teil unseres Lebens. Denn gute Mobilität verbindet nicht nur Menschen, sie erschließt auch Regionen und eröffnet ihnen Entwicklungschancen und gesellschaftliche Teilhabe in einer vernetzten Welt. Und die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln steigt: In den Ballungsräumen wie zwischen Leipzig und Halle sind die Bahnen regelmäßig überfüllt.

Im Landtag lassen wir GRÜNE deshalb nicht nach, für einen Neuanfang in der sächsischen Verkehrspolitik zu streiten. Wir wollen eine Mobilitätsgarantie, in der jeder Ort in Sachsen von früh morgens bis spät abends eine gute Anbindung an das Nahverkehrsnetz bekommt.

Die GRÜNE Mobilitätsgarantie entlastet die Straßen in den Städten und verfolgt das Ziel, auch den ländlichen Raum zu erschließen. Die Öffentlichen sind „grün“ und können in Sachsen zu einem attraktiven Angebot für alle werden, die ohne Staus und Stress unterwegs sein wollen.

Ich wünsche Ihnen und Euch viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe der SAXGRÜN!
Wolfram Günther
Fraktionsvorsitzender

Download:

» Fraktionszeitung SAXGRÜN32 (Februar 2019): Mobilität von gestern? (PDF, 3 MB)

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