Ökologischer Waldumbau

Der sächsische Wald ist in einem problematischen Zustand. Laut Waldzustandsbericht 2021 sind mehr als 30 Prozent der Bäume deutlich geschädigt, nur noch 24 Prozent sind ohne erkennbare Schäden. Das ist sowohl für die Zukunftsfähigkeit unseres Waldes als auch für die Forstwirtschaft eine Herausforderung. Wir BÜNDNISGRÜNE machen uns deshalb für einen ökologischen Waldumbau stark. Deshalb haben wir gemeinsam mit unseren Koalitionspartnerinnen unter anderem ein Modellprojekt auf den Weg gebracht, das eine Bewirtschaftung des Staatswaldes nach den Kritierien der FSC Deutschland 3.0 untersucht.

FSC schreibt zum Beispiel einen Anteil naturbelassener Referenzflächen vor, um Informationen über die natürliche Waldentwicklung zu bekommen. Auch muss FSC-Forstwirtschaft frei von gentechnisch veränderten Pflanzen bleiben. Zudem müssen Biotop- und Totholzbäume als wichtige Lebensräume im Wald erhalten werden. Viele der FSC-Prinzipien ließen sich relativ einfach in die Bewirtschaftung des sächsischen Staatswaldes integrieren und würden für eine höhere ökologische Aufwertung sorgen als der bisher angewendete PEFC-Standard. Eine FSC-Zertifizierung kann zudem für das Image des Staatsbetriebes und die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand von großer Bedeutung sein – und bei wachsendem Umweltbewusstsein auch zu einem unmittelbarem Vermarktungsvorteil führen.

Um die Herausforderungen beim Waldumbau zu bewältigen, wollen wir uns auch regelmäßig über den aktuellen Zustand und die Fortschritte informieren. Dazu haben wir unter anderem eine öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses am 16.09.2021 genutzt, bleiben aber natürlich auch darüberhinaus im engen Austausch mit dem zuständigen Ministerium.

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