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Rede | 11.11.04

Astrid Günther-Schmidt: achtjährige gemeinsame Schulzeit aller Schülerinnen und Schüler

Es gilt das gesprochene Wort!

(...) Das mehrgliedrige sächsische Schulsystem mit der viel zu frühen Trennung nach nur vier gemeinsamen Schuljahren kann im internationalen Vergleich getrost als gescheitert angesehen werden. Der vermeintlich auf die Herausbildung von Eliten ausgerichtete Ansatz hat zu keinem nennenswerten Erfolg geführt. Rund 10 % der Schüler eines Jahrgangs verlassen die Schule ohne Abschluss, nur ein Drittel kommt zum Abitur. Schlimmer noch: Seit „Pisa“ wissen wir, dass das sächsische Schulwesen weder besondere Höchstleistungen hervorbringt noch in ausgewiesenem Maße weniger Schulversager produziert. Reformen sind also dringend nötig. Acht gemeinsame Schuljahre, eine Schule für alle, das ist das Gebot der Stunde. Für uns zeichnet sich diese Schule für alle insbesondere durch folgende Merkmale aus: Sie ist wohnortnah und bei Bedarf als Ganztagsschule etabliert. Sie verfolgt einen integrativen Ansatz, das heißt, langfristig brauchen wir keine Förderschulen mehr. Sie garantiert die individuelle Förderung aller Schüler, nicht nur der leistungsschwachen, sondern auch der leistungsstarken. Sie führt jahrgangsübergreifenden Unterricht durch. Es gibt kein Sitzenbleiben mehr und die Abiturquote wird deutlich erhöht. (...)

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guenther-schmidt_2004-11-11-slt3_top5.pdf

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