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Rede | 18.04.08

Elke Herrmann: Ein Leben ohne Girokonto ist heute nicht mehr vorstellbar

Es gilt das gesprochene Wort!

(...) Stellen sie sich vor, es gäbe die kleine Plastikkarte in ihrer Tasche nicht - nur für sie nicht. Welches Konto würden sie nennen für Überweisungen, z.B. für ihre Diäten? Zuerst einmal das von Angehörigen oder Freunden. Zu peinlich wäre, das Geld in bar abzuholen. Falls das überhaupt möglich ist. Übernachtungen im Hotel, Miete für ihr Büro, Einkauf im Internet - ohne Konto schwierig bis unmöglich. Auf alle Fälle immer wieder sehr peinlich und beschämend.

Ein Leben ohne Girokonto ist heute nicht mehr vorstellbar.
Ach, sie meinen in eine solche Situation würden sie nie kommen? Gestern haben wir erfreut von den vielen Firmengründungen gehört. Die Kehrseite ist, dass manches Konzept doch nicht aufgeht, oder das Kunden nicht zahlen.
Schneller als wir uns das so vorstellen, kommen Menschen in die oben skizzierte Situation. Hausbau für die Familie und dann arbeitslos, weil die Firma den Sitz in Deutschland aufgibt. Ein Unfall... Liebe Kollegen es gibt so viele Möglichkeiten in die Schuldenfalle zu geraten. Und dann ist auch noch das Girokonto gekündigt.

Ein Girokonto ist in unserem Land aber eine wesentliche Voraussetzung um am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Vollständigen Wortlaut als PDF herunterladen:
herrmann_2008-04-18_slt106_top11

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